Ein Sprengsatz detonierte am späten Freitagabend vor einem christlichen pro-israelischen Zentrum in den Niederlanden. Die Explosion verursachte nur geringfügige Schäden, aber keine Verletzten. Behörden beschreiben dies als Teil eines besorgniserregenden Musters von Angriffen, das sich in ganz Europa abzeichnet.
Polizisten, die in der Nähe der Einrichtung von Christians for Israel in Nijkerk patrouillierten, hörten gegen 23:30 Uhr eine Explosion und sahen einen Lichtblitz. Zum Zeitpunkt der Detonation befand sich niemand im Gebäude, die Explosion ereignete sich vor dem Eingangstor.
Ermittler kamen zu dem Schluss, dass eine Person in schwarzer Kleidung den Sprengsatz platziert hatte. Die Polizei hat eine forensische Untersuchung eingeleitet, überprüft Sicherheitskameras und appelliert an Zeugen, sich zu melden. Bisher wurden keine Festnahmen vorgenommen.
Die Schäden waren begrenzt, aber die Wirkung ist bedeutend. Dass dies am Vorabend von Ostern geschah – dem wichtigsten Fest für Christen – macht es umso eindringlicher.
Christians for Israel — Stellungnahme in sozialen Medien
Christians for Israel beschreibt sich selbst als orthodox-protestantische Organisation, die ein biblisches Verständnis für Israel fördert. Die Gruppe betreibt ein Israel-Zentrum in Nijkerk, das Ausstellungen, Vorträge und einen Laden beherbergt. Die Organisation stand in der Vergangenheit wegen ihrer finanziellen Unterstützung israelischer Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten sowie wegen des Verkaufs von in diesen Siedlungen produziertem Wein in der Kritik.
The Hindu betrachtet dies als Teil eines breiteren Musters antisemitischer Angriffe im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten. Die Berichterstattung betont die Sicherheitsmaßnahmen und den verstärkten Schutz jüdischer Stätten.