Generalmajor Majid Khademi, Leiter der Geheimdienstorganisation der Iranischen Revolutionsgarde, wurde am Montag bei koordinierten US-israelischen Luftangriffen auf Teheran getötet. Damit ist bereits der zweite hochrangige Geheimdienstmitarbeiter in den letzten Wochen eliminiert worden.
Die Revolutionsgarde bestätigte Khademis Tod über ihren Telegram-Kanal und bezeichnete ihn als Märtyrertod in einem als „kriminellen Terroranschlag“ durch „amerikanisch-zionistische Kräfte“ bezeichneten Angriff im Morgengrauen.
Generalmajor Majid Khademi, der mächtige und gebildete Leiter der Geheimorganisation des Korps der Islamischen Revolutionsgarde, wurde heute Morgen im Rahmen des kriminellen Terroranschlags des amerikanisch-zionistischen Feindes zum Märtyrer ...
Erklärung der Revolutionsgarde — Telegram
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte die Operation und warnte eindringlich vor weiteren Angriffen auf die iranische Führung. Seine Aussagen spiegeln Israels Strategie wider, systematisch Schlüsselpersonen des iranischen Militärs auszuschalten.
Die Revolutionsgarde schießt auf Zivilisten, und wir eliminieren die Anführer der Terroristen. Die Führer des Irans leben mit dem Gefühl, selbst zum Ziel zu werden. Wir werden sie weiterhin eins nach dem anderen zur Strecke bringen.
Israel Katz, Verteidigungsminister — France 24
Khademi hatte seinen Posten im Juni 2025 übernommen, nachdem sein Vorgänger, General Mohammad Kazemi, in einem früheren israelischen Angriff getötet worden war. Sein Tod stellt einen weiteren schweren Schlag für den iranischen Geheimdienstapparat inmitten eskalierender regionaler Spannungen dar.
Die Angriffe waren Teil umfassenderer Militäroperationen, bei denen in Iran mindestens 25 Menschen getötet wurden, darunter sechs Kinder unter zehn Jahren. Ziele waren auch zivile Infrastruktur, darunter die Sharif-Universität für Technologie in Teheran sowie eine nahegelegene Erdgasverteilungsanlage.
Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen gegen US-Streitkräfte, die auf die kuwaitische Bubiyan-Insel verlegt worden waren. Dabei wurden Satellitenanlagen und Munitionsdepots mit Drohnen angegriffen. Der iranische Militärsprecher bestätigte, dass die Angriffe gegen amerikanisches Personal gerichtet waren, das von der wiederholt angegriffenen Arifjan-Basis verlegt worden war.
Die Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund von Präsident Donald Trumps Ultimatum, das Iran auffordert, die strategische Straße von Hormus bis Dienstagabend wieder zu öffnen – andernfalls drohen Angriffe auf Kraftwerke und Brücken. Die Wasserstraße ist für ein Fünftel des globalen Öltransits von Bedeutung.
Öffnet verdammt noch mal die Straße von Hormus, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle landen – IHR WERDET ES SEHEN!
Donald Trump — Truth Social
Iranische Offizielle warnten, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gewertet werden könnten. Der stellvertretende Außenminister für Rechtsfragen verwies auf Artikel 8 des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs.