Die globalen Lebensmittelpreise stiegen im März um 2,4 % und erreichten damit den höchsten Stand seit September. Haupttreiber waren die steigenden Energiekosten aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am Freitag mitteilte.
Der FAO-Lebensmittelpreisindex liegt nun 1 % über dem Niveau des Vorjahres, bleibt aber fast 20 % unter dem Höchststand von März 2022, der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erreicht wurde.
Die Preiserhöhungen seit Beginn des Konflikts waren moderat und wurden vor allem durch höhere Ölpreise verursacht. Gleichzeitig dämpften reichliche globale Getreidevorräte die Auswirkungen.
Maximo Torero, FAO-Chefökonom — Daily Sabah
Die Organisation warnt vor deutlicheren Versorgungsengpässen, falls sich der Konflikt über 40 Tage hinaus verlängert und die Produktionskosten hoch bleiben.
Diese Entscheidungen werden die künftigen Erträge beeinträchtigen und unsere Nahrungsmittelversorgung sowie die Preise für Agrarrohstoffe für den Rest dieses und das gesamte nächste Jahr prägen.
Maximo Torero, FAO-Chefökonom — Al-Monitor
Die Weizenpreise stiegen um 4,3 %, da sich die Ernteaussichten in den USA verschlechterten und australische Landwirt:innen aufgrund hoher Düngemittelkosten weniger anbauen wollen. Der Getreidepreisindex insgesamt stieg im Monatsvergleich um 1,5 %.
Die Märkte für pflanzliche Öle verzeichneten den dritten monatlichen Anstieg in Folge und stiegen um 5,1 %. Palmöl erreichte den höchsten Stand seit Mitte 2022, da steigende Energiepreise die Nachfrage nach Biokraftstoffen für Palm-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl befeuerten.
Die Zuckerpreise stiegen um 7,2 % und erreichten den höchsten Stand seit Oktober 2025. Brasilien, der weltweit größte Zuckerexporteur, wird voraussichtlich mehr Zuckerrohr für die Ethanolproduktion verwenden, da die Rohölpreise steigen.
Reis bildete eine Ausnahme und fiel um 3 %, bedingt durch Erntezeitpunkt und schwächere Importnachfrage. Die Maispreise stiegen leicht, obwohl die globalen Vorräte reichlich sind – gestützt durch die Nachfrage nach Ethanol im Zusammenhang mit den Energiemärkten.
Die Fleischpreise stiegen um 1 %, getrieben von höheren Schweinefleischpreisen in der Europäischen Union und Rindfleischpreisen in Brasilien, während Geflügel leicht günstiger wurde.
Die FAO erhöhte zudem ihre Prognose für die globale Getreideproduktion 2025 auf einen Rekordwert von 3,036 Milliarden Tonnen, was einem Wachstum von 5,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die entscheidende Frage ist nun, wie lange der Konflikt andauert und wie sich dies auf die Entscheidungen der Landwirt:innen für die kommende Aussaat auswirkt.
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