Der Iran verhängte am Samstag erneut Einschränkungen für die Straße von Hormus, weniger als 24 Stunden nach der Erklärung, die lebenswichtige Wasserstraße vollständig für den kommerziellen Schiffsverkehr zu öffnen. Die Kehrtwende erfolgte, nachdem Teheran Washington vorgeworfen hatte, die Waffenstillstandsbedingungen durch die Aufrechterhaltung der US-Marineblockade iranischer Häfen zu verletzen.

Der iranische Militärführung gab bekannt, dass die Meerenge in ihren „vorherigen Status“ unter „strenger Kontrolle und Führung der Streitkräfte“ zurückgekehrt sei. Die Entscheidung folgte auf die Erklärung von Präsident Donald Trump, dass die US-Blockade bis zum Abschluss eines umfassenden Abkommens mit Washington „vollständig in Kraft“ bleiben werde.

Solange die Vereinigten Staaten die Bewegungsfreiheit aller Schiffe, die iranische Häfen anlaufen, nicht wiederherstellen, bleibt die Situation in der Straße von Hormus streng kontrolliert

Iranische Militärführung — Iranisches Staatsfernsehen

Die Ankündigung sorgte umgehend für Verwirrung in den Schifffahrtsrouten. Maritime Tracking-Daten zeigten, dass am Samstagmorgen mindestens acht Öltanker die Meerenge passiert hatten, bevor die erneute Schließung verhängt wurde. Mehrere Schiffe, die sich ostwärts von Häfen in den VAE in Richtung Indien bewegten, kehrten abrupt um, während andere ihre chinesische oder indische Identität ausstrahlten, um offenbar Neutralität zu signalisieren.

Britische Seebehörden berichteten, dass Revolutionsgardisten der iranischen Marine mindestens einen Tanker beschossen hätten, der die Wasserstraße durchqueren wollte. Das Schiff und die Besatzung seien jedoch unverletzt geblieben. Der Vorfall unterstrich die volatile Lage, mit der kommerzielle Betreiber angesichts widersprüchlicher Signale aus Teheran und Washington konfrontiert waren.

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