Ari Hodara hielt sein Telefon ungläubig in der Hand, als der Anruf kam. Der 59-jährige Software-Ingenieur aus Paris hatte soeben ein Gemälde von Pablo Picasso im Wert von einer Million Euro bei einer Wohltätigkeitsverlosung gewonnen – und das bei Quoten von 120.000 zu 1.

Wie kann ich überprüfen, dass das kein Scherz ist?

Ari Hodara — NPR

Die Ziehung fand am Dienstag im Auktionshaus Christie's in Paris statt, wo die Verantwortlichen Hodaras Los aus 120.000 verkauften Losen (à 100 Euro) auswählten. Die Verlosung brachte 12 Millionen Euro für die Erforschung der Alzheimer-Krankheit auf, was sie zu einer der größten kunstbasierten Wohltätigkeitsaktionen der letzten Zeit macht.

"Wie kann ich überprüfen, dass das kein Scherz ist?"

Hodaras Gewinnlos hatte nur eine Chance von 1 zu 120.000 – eine Quote, die mit der Wahrscheinlichkeit vergleichbar ist, in einem Jahr vom Blitz getroffen zu werden. Der Pariser Kunstliebhaber hatte sein Los Monate zuvor gekauft und wahrscheinlich vergessen, bis der lebensverändernde Anruf einging.

Das Picasso-Gemälde, dessen genauer Titel und Entstehungsdatum in den ersten Berichten nicht genannt wurden, reiht sich in eine exklusive Gruppe von Kunstwerken ein, die auf ungewöhnliche Weise den Besitzer wechselten. Während die meisten Gemälde im Millionenwert über traditionelle Auktionen oder Privatverkäufe gehandelt werden, bieten Wohltätigkeitsverlosungen normalen Sammler:innen die Chance auf Meisterwerke, die sonst meist wohlhabenden Institutionen oder Privatpersonen vorbehalten sind.

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France 24 präsentiert die Geschichte als klassische Human-Interest-Geschichte und betont den wohltätigen Aspekt sowie die ehrliche Überraschung des Gewinners. Die Berichterstattung konzentriert sich auf das erfolgreiche Fundraising-Ergebnis und hinterfragt weder die Mechanismen der Verlosung noch deren mögliche Auswirkungen auf den Kunstmarkt.