Bundesankläger haben den Rapper Pooh Shiesty und acht weitere Personen wegen Entführung und bewaffneten Raubüberfalls angeklagt. Der Vorfall soll sich im Januar in einem Tonstudio in Dallas ereignet haben und ging aus einem Vertragsstreit mit dem Label 1017 Records von Gucci Mane hervor.
Lontrell Williams Jr., der unter dem Künstlernamen Pooh Shiesty auftritt, soll die drei Opfer unter dem Vorwand eines geschäftlichen Treffens am 10. Januar in das Studio gelockt haben. Laut der Bundesanklage, die im Northern District of Texas eingereicht wurde, zog Williams eine AK-ähnliche Pistole und zwang eines der Opfer, eine Freigabe aus seinem Aufnahmevertrag mit 1017 Records zu unterschreiben.
Die Konfrontation eskalierte, als weitere Angeklagte Schusswaffen zeigten und die Opfer um Uhren, Schmuck, Bargeld und persönliche Gegenstände beraubten. Ein Opfer wurde laut Anklage fast bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, während ein anderer Angeklagter die Studiotür versperrte, um eine Flucht zu verhindern.
Unter den Festgenommenen befand sich auch der Rapper Big30, mit bürgerlichem Namen Rodney Lamont Wright Jr. Die Anklage erstreckt sich zudem auf Williams’ Vater, Lontrell Williams Sr., der angeblich die Organisation des Vorfalls unterstützte und das Fahrzeug mietete, das die Gruppe von Memphis nach Dallas brachte.
Der Zeitpunkt der Tat ist besonders brisant, da Pooh Shiesty zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Konfrontation in Texas unter Hausarrest stand. Er war wegen einer früheren Anklage wegen Waffenverschwörung in Florida verurteilt worden. FBI-Agenten durchsuchten diese Woche sein Haus in Cordova, Tennessee, wobei Grundbuchdaten seinen Besitz bestätigten.
The Independent berichtet sachlich über die Bundesanklage und betont die rechtlichen Schritte sowie Gucci Mane’s prägende Rolle im Hip-Hop. Das Medium liefert Kontext zu Gucci Mane’s Karriereerfolgen und seinem jüngsten Fokus auf Nüchternheit und Stabilität.