US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch an, dass israelische und libanesische Führer am Donnerstag direkte Gespräche führen werden. Dies wäre das erste Gespräch zwischen den Spitzenvertretern beider Länder seit über drei Jahrzehnten.
Die Ankündigung folgt auf seltene persönliche Verhandlungen zwischen israelischen und libanesischen Botschaftern in Washington am Dienstag – die erste direkte diplomatische Begegnung dieser Art seit 1993. An dem zweieinhalbstündigen Treffen nahmen der israelische Botschafter Yechiel Leiter, die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Maouad sowie der US-Botschafter im Libanon, Michel Aissa, teil.
Wir versuchen, etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen. Es ist lange her, dass die beiden Führer miteinander gesprochen haben – etwa 34 Jahre. Das wird morgen passieren. Schön!
Donald Trump, US-Präsident — Truth Social
Trump nannte weder die teilnehmenden Führer noch gab er weitere Details zum Format der Gespräche bekannt. Der diplomatische Vorstoß erfolgt, während das israelische Kabinett am Mittwoch über mögliche Waffenstillstandsbedingungen mit dem Libanon beriet, wie israelische Beamte mitteilten.
Der aktuelle Konflikt eskalierte am 2. März, als die Hisbollah Angriffe auf Nordisrael startete, wenige Tage nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran. Seitdem haben israelische Militäroperationen nach Angaben libanesischer Gesundheitsbehörden mehr als 2.000 Menschen im Libanon getötet und über 1,2 Millionen Zivilisten vertrieben.
Al Jazeera betont die humanitären Folgen für den Libanon und stellt Israel als Aggressor dar. Der Sender hebt zivile Opfer und Vertreibungen hervor und ordnet die Gespräche in den größeren Kontext der US-Iran-Spannungen ein. Diese Darstellung spiegelt Katars Rolle als regionaler Vermittler und seine kritische Haltung gegenüber israelischen Militäraktionen wider.