Der BBC gab am Mittwoch bekannt, dass er innerhalb der nächsten zwei Jahre bis zu 2.000 Stellen streichen wird. Dies ist die größte Reduzierung der Belegschaft des britischen öffentlich-rechtlichen Senders seit fast 15 Jahren – eine Maßnahme, die angesichts wachsender finanzieller Belastungen ergriffen wird.
Der amtierende Generaldirektor Rhodri Talfan Davies teilte den 21.500 Mitarbeitenden des Senders mit, dass zwischen 1.800 und 2.000 Positionen gestrichen werden sollen, um bis 2029 Kosteneinsparungen von 500 Millionen Pfund zu erzielen. Die Einschnitte entsprechen fast 10 % der gesamten Belegschaft der BBC.
Auch wenn wir noch Details klären müssen, gehen wir davon aus, dass die Gesamtzahl der Arbeitsplätze um 1.800 bis 2.000 sinken wird.
Rhodri Talfan Davies, amtierender Generaldirektor — BBC
Die Entlassungen erfolgen, während die BBC mit „erheblichen finanziellen Belastungen“ konfrontiert ist, wie Davies betonte. Die meisten Einsparungen müssen bis 2027 und 2028 erreicht werden, da der Sender seine Gesamtkostenbasis um 10 % reduzieren muss – ausgehend von aktuellen Betriebskosten in Höhe von 5 Milliarden Pfund.
Die Ankündigung fällt in eine turbulente Phase für den Sender. Der ehemalige Google-Manager Matt Brittin soll im nächsten Monat die Nachfolge als Generaldirektor antreten und die BBC „durch die Transformation“ führen, während sich das Unternehmen an veränderte Konsumgewohnheiten und technologische Umbrüche anpassen muss.
Die französische Berichterstattung betont die strukturelle Krise der Finanzierungsmodelle öffentlich-rechtlicher Sender und deutet die Probleme der BBC als Symptom für die Herausforderungen ein, denen sich europäische Medien insgesamt stellen müssen. Die Perspektive hebt die Bedenken der Gewerkschaften hinsichtlich der Qualität des Journalismus hervor und spiegelt damit Frankreichs starke Tradition des Schutzes öffentlich-rechtlicher Medien wider.