Die Demokratische Republik Kongo beendete eine 52-jährige WM-Dürre mit einem hart erkämpften 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Jamaika im Finale der interkontinentalen Playoffs in Guadalajara am Dienstag.
Axel Tuanzebe erzielte in der 100. Minute das entscheidende Tor, als er einen Eckball mit dem Oberschenkel ins Tor lenkte und die Leopards damit erstmals seit 1974 wieder zur WM schickte – damals noch als Zaire.
Das Spiel erwies sich als Zermürbungskampf statt als Kunstwerk. Die DR Kongo dominierte die frühen Spielphasen, doch Cédric Bakambus Tor wurde in der vierten Minute wegen Abseits nicht gegeben, nachdem das Team einen beeindruckenden Angriff gestartet hatte. Der Stürmer von Betis blieb während der ersten Halbzeit gefährlich und zwang Jamaikas Torhüter Andre Blake zu mehreren Paraden.
Mit steigendem Einsatz kämpften beide Teams mit Präzision. Jamaikas Leon Bailey kam der Führung in der regulären Spielzeit am nächsten, als sein Distanzschuss in der 30. Minute nur den Pfosten von Lionel Mpasi traf. Die Reggae Boyz spielten mutig, doch ihnen fehlte die nötige klinische Schärfe gegen die zunehmend verzweifelten kongolesischen Verteidiger.
Die DR Kongo hatte während der 90 Minuten zwei weitere Tore wegen Abseits nicht gegeben, darunter ein spätes Tor von Theo Bongonda, das die Frustration des Teams noch verstärkte. Der Video-Schiedsrichter griff mehrfach ein und schuf damit eine angespannte Atmosphäre, während beide Teams nach dem Durchbruch suchten.
Französische Medien betonten die historische Bedeutung der Qualifikation der DR Kongo und die emotionale Dimension, eine 52-jährige WM-Abwesenheit zu beenden. Sie beschrieben den Sieg als hart erkämpft trotz einer wenig inspirierenden Leistung und hoben die dramatische Verlängerung hervor.