Dschibutis Präsident Ismail Omar Guelleh sicherte sich am Freitag eine sechste Amtszeit in Folge und erreichte 97,81 Prozent der Stimmen bei einer Wahl, die seine 27-jährige Herrschaft in dem strategisch wichtigen Staat am Roten Meer festigte.

Der 78-jährige Staatschef hatte nur minimalen Widerstand von Mohamed Farah Samatar zu überwinden, der lediglich 2,19 Prozent der Stimmen erhielt. Samatar führt das Zentrum für Vereinigte Demokraten, eine Partei ohne parlamentarische Vertretung und mit geringer öffentlicher Bekanntheit.

Wiedergewählt

Ismail Omar Guelleh — X (ehemals Twitter)

Guelleh veröffentlichte seine Siegeserklärung in sozialen Medien, noch bevor die offiziellen Ergebnisse bekannt gegeben wurden. Er zeigte ein Porträt mit der Aufschrift „Wiedergewählt“ kurz nach Mitternacht. Die Bekanntgabe erfolgte, als erste Teilergebnisse seinen überwältigenden Vorsprung zeigten.

Die Wahlbeteiligung lag bei 80,4 Prozent der 256.000 registrierten Wähler, was etwa einem Viertel der eine Million Einwohner Dschibutis entspricht. Beobachter stellten jedoch während der Wahlzeit eine geringe Präsenz an den Wahllokalen in der Hauptstadt fest.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht6 perspektiven
Überwiegend Analytisch4 Analytisch1 Unterstützend1 Kritisch
🇶🇦Qatar
Al Jazeera English
Analytisch

Al Jazeera stellt die Geschichte als vorhersehbares Wahlergebnis dar, während gleichzeitig Bedenken der Opposition hinsichtlich demokratischer Legitimität hervorgehoben werden. Der Sender betont Dschibutis strategische Bedeutung und die ausländische Militärpräsenz und spiegelt damit Katars Interesse an regionaler Geopolitik sowie die eigene Erfahrung mit ausländischen Basen wider.