Iran führte seine ersten Hinrichtungen durch, die mit den landesweiten Protesten in Zusammenhang stehen, die im September 2022 ausbrachen. Drei Männer wurden gehängt, darunter Mohsen Shekari, ein 23-jähriger Ringer, der bei nationalen Wettkämpfen Anerkennung gewonnen hatte. Die Hinrichtungen markieren eine bedeutsame Eskalation der Unterdrückung von Dissidenten durch die iranische Regierung nach Monaten von Demonstrationen, die durch den Tod von Mahsa Amini in Polizeigewahrsam ausgelöst wurden.

Shekari wurde wegen ‚Moharebeh' oder ‚Feindseligkeit gegen Gott' verurteilt, einer Anklage, die nach iranischem islamischen Recht die Todesstrafe zur Folge hat. Den staatlichen Medien zufolge wurde ihm vorgeworfen, während der Proteste in der Hauptstadt eine Straße in Teheran blockiert und einen Angehörigen der Basij-Paramilitärs mit einer Machete angegriffen zu haben. Die beiden anderen hingerichteten Männer wurden als Personen identifiziert, die sich an verschiedenen Protestaktivitäten in unterschiedlichen Provinzen beteiligt hatten.

Die Hinrichtungen haben sofortige Verurteilungen durch internationale Menschenrechtsorganisationen und westliche Regierungen hervorgerufen, die argumentieren, dass die Prozesse nicht den grundlegenden Standards der Rechtsstaatlichkeit entsprachen. Aktivisten behaupten, dass Geständnisse unter Folter erzwungen wurden und dass Angeklagten eine angemessene rechtliche Vertretung während Verfahren verweigert wurde, die nur kurze Zeit dauerten.

Die iranische Justiz hat die Hinrichtungen als notwendige Maßnahmen zur Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verteidigt. Beamte argumentieren, dass die verurteilten Personen keine friedlichen Demonstranten waren, sondern eher Teilnehmer an gewalttätigen Handlungen, die während der Unruhen, die das Land durchfegten, die nationale Stabilität und die Bürgersicherheit gefährdeten.

Die Protestbewegung, die als Demonstrationen gegen Kopftuchzwang begann, entwickelte sich zu umfassenderen Forderungen nach politischem Wandel und Rechenschaftspflicht der Regierung. Die Bewegung verzeichnete die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsschichten der iranischen Gesellschaft, darunter Studenten, Arbeiter und Fachleute, bevor Behörden ihre Unterdrückungsbemühungen durch Verhaftungen und Strafverfolgung verstärkten.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht3 perspektiven
Überwiegend Kritisch2 Kritisch1 Unterstützend
🇺🇸United States
CBS News
Kritisch

American media emphasizes the controversial nature of executing protesters, highlighting international condemnation and concerns about due process violations in Iran's judicial system.

🇬🇧United Kingdom
BBC
Kritisch

British coverage focuses on the age of the executed wrestler and frames the executions as part of Iran's broader crackdown on anti-government protests, emphasizing human rights concerns.

🇮🇷Iran
State Media
Unterstützend

Iranian state media justifies the executions as legal consequences for violent actions during unrest, emphasizing maintenance of public order and characterizing the executed as criminals rather than protesters.

Menschenrechtsgruppen schätzen, dass während der Reaktion der Regierung auf die Demonstrationen über 500 Demonstranten und Unbeteiligte getötet wurden, während Tausende weitere inhaftiert wurden. Iranische Behörden behaupten, dass ihre Maßnahmen verhältnismäßige Reaktionen auf das waren, was sie als von außen unterstützte Versuche charakterisierten, die Islamische Republik zu destabilisieren.

Internationale Beobachter warnen, dass weitere Hinrichtungen folgen könnten, da iranische Staatsanwälte Berichten zufolge Todesurteile für zahlreiche weitere Personen gefordert haben, die während der Proteste verhaftet wurden. Die Situation hat die bereits angespannten Beziehungen Irans zu westlichen Nationen weiter belastet und laufende diplomatische Bemühungen zu verschiedenen regionalen und nuklearen Fragen erschwert.