Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag eine Durchführungsverordnung, mit der Zölle von bis zu 100 Prozent auf bestimmte pharmazeutische Medikamente verhängt werden. Damit erhöht er den Druck auf die Unternehmen, Preisvereinbarungen mit seiner Regierung auszuhandeln.

Die Verordnung sieht ein gestaffeltes Zollsystem vor, das sich an der Compliance der Unternehmen mit Trumps pharmazeutischer Agenda orientiert. Unternehmen, die „Most Favoured Nation“-Preisvereinbarungen unterzeichnet haben und aktiv Anlagen in den Vereinigten Staaten errichten, zahlen keine Zölle.

Unternehmen ohne Preisvereinbarungen, die jedoch US-Bauprojekte vorantreiben, müssen zunächst 20 Prozent Zoll zahlen, die innerhalb von vier Jahren auf 100 Prozent ansteigen. Die Unternehmen haben nur begrenzte Zeit für Verhandlungen – 120 Tage für größere Firmen und 180 Tage für kleinere, bevor die maximalen Zölle in Kraft treten.

"Steuern auf hochmoderne Medikamente werden die Kosten erhöhen und könnten Milliarden an US-Investitionen gefährden"

zur Bewältigung der drohenden Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit durch den Import von pharmazeutischen Produkten und pharmazeutischen Wirkstoffen

Donald Trump, Präsident — Durchführungsverordnung

Die Regierung hat bereits 17 Preisvereinbarungen mit großen Pharmaherstellern abgeschlossen, wobei 13 Unternehmen formell Verträge unterzeichnet haben. Dies geht aus einer anonymen Pressekonferenz eines hochrangigen Regierungsvertreters vor der Veröffentlichung der Verordnung hervor.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht5 perspektiven
Einstimmig · Analytisch5 Analytisch
🇫🇷France
France 24
Analytisch

France 24 stellt die Zollverordnung als Teil von Trumps umfassender Handelsstrategie dar und verweist auf den einjährigen Jahrestag seiner „Liberation Day“-Zölle. Der Beitrag betont die Bedenken der Branche hinsichtlich möglicher Kostensteigerungen und Investitionsrisiken.

🇶🇦Qatar
Al Jazeera
Analytisch

Al Jazeera ordnet die Durchführungsverordnung in Trumps laufende Pharmapolitik ein und hebt die Verhandlungsfristen sowie bestehende Vereinbarungen hervor. Die Berichterstattung thematisiert den Einsatz von Zolldrohungen als Verhandlungsinstrument und zeigt die Kritik der Branche auf.

🇮🇳India
washingtonpost.com
Analytisch

Präsident Donald Trump traf am Donnerstag zwei Maßnahmen, um sein sich entwickelndes Zollregime anzupassen: einen 100-Prozent-Zoll auf einige importierte Medikamente und Anpassungen seiner Abgaben auf Industrie-metalle.

🇸🇦Saudi Arabia
whitehouse.gov
Analytisch

STÄRKUNG DER NATIONALEN SICHERHEIT: Heute verhängte Präsident Donald J. Trump Zölle auf patentierte pharmazeutische Erzeugnisse und deren Wirkstoffe gemäß Abschnitt 232 des

🇹🇷Turkey
nytimes.com
Analytisch

Die Regierung kündigte neue Abgaben an und passte bestehende Zölle für Branchen an, die sich als einflussreich für die Handelspolitik des Präsidenten erwiesen haben.

KI-Interpretation
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Der Zeitpunkt der Ankündigung ist symbolträchtig, da sie genau ein Jahr nach Trumps „Liberation Day“ erfolgt – an dem er umfassende Importzölle vorstellte, die die Aktienmärkte in die Knie zwangen und später im Februar vom Supreme Court gekippt wurden.

Die Pharmabranche reagierte umgehend mit Kritik an den neuen Maßnahmen. Der Branchenverband PhRMA warnte, die Zölle könnten bestehende US-Investitionen untergraben und die Kosten für Patienten erhöhen.

Steuern auf hochmoderne Medikamente werden die Kosten erhöhen und könnten Milliarden an US-Investitionen gefährden

Stephen J Ubl, CEO — PhRMA

Die Durchführungsverordnung ist der jüngste Versuch Trumps, die Handelspolitik für die heimische Pharmaproduktion zu nutzen. Seine Regierung hat wiederholt mit hohen Zöllen auf im Ausland hergestellte Medikamente gedroht und diese gleichzeitig als Verhandlungsinstrument eingesetzt.

PhRMA-Chef Ubl betonte, dass Medikamente, die aus anderen Ländern importiert werden, „überwiegend aus verlässlichen US-Verbündeten“ stammen, und stellte damit die nationale Sicherheitsbegründung für die Zölle infrage.

Die Verordnung lässt wichtige Details offen, darunter welche konkreten Unternehmen oder Medikamente sofort von Zöllen betroffen sein könnten. Der Regierungsvertreter lehnte es während der Pressekonferenz ab, gezielte Firmen zu nennen, um die Verhandlungsposition in laufenden Gesprächen zu wahren.

Unklar bleibt, wie Pharmaunternehmen die kurzfristigen Kosten für die Compliance gegen die langfristigen Risiken einer eskalierenden Handelsspannung mit internationalen Partnern abwägen werden.