Der Iran setzte am Mittwoch den Öltankerverkehr durch die Straße von Hormuz aus, nachdem israelische Angriffe auf den Libanon mindestens 89 Menschen getötet hatten – wie iranische Staatsmedien berichten. Die Schließung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die strategische Wasserstraße unter einem fragilen 14-tägigen Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran wiedereröffnet worden war.
Die Nachrichtenagentur Fars, die mit der iranischen Revolutionsgarde verbunden ist, kündigte die Aussetzung der Passage von Öltankern durch die Meerenge an. Diese Maßnahme stellt eine direkte Herausforderung für den von den USA vermittelten Waffenstillstand dar, der die Wiedereröffnung der Wasserstraße am Dienstagabend ermöglicht hatte.
Israelische Streitkräfte starteten am Mittwochmorgen eine massive Bombardierungskampagne im Libanon, die mehrere Städte wie Beirut, Sidon und Baalbek traf. Libanons Gesundheitsminister meldete neben den Toten 722 Verletzte. Médecins Sans Frontières beschrieb einen „massiven Zustrom“ von Verletzten, der Krankenhäuser im ganzen Land überlastet.
Die Angriffe erfolgten trotz der Ankündigung des Waffenstillstands und zeigen grundlegende Meinungsverschiedenheiten über dessen Geltungsbereich. Präsident Trump klärte auf, dass der Libanon bewusst vom Waffenstillstand ausgenommen sei, und betonte, dass der Konflikt mit der Hisbollah separat von den US-Iran-Verhandlungen bleibe.
Por causa do Hezbollah, nós não incluímos o Líbano no cessar-fogo, e o Irã sabe disso
Donald Trump, US-Präsident — G1 Globo
Die iranische Revolutionsgarde warnte laut Staatsmedien vor einer „bedauerlichen Reaktion“, falls die Angriffe auf den Libanon andauern. Die Garde hatte zuvor ihr Misstrauen gegenüber Washingtons Versprechen geäußert und erklärt, sie halte „einen Finger am Abzug“, trotz der Waffenstillstandsverhandlungen.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian erklärte den Waffenstillstand für gebrochen und bestätigte, dass zwei iranische Inseln, Lavan und Siri, am Mittwoch bombardiert worden seien. Die iranische National Oil Company berichtete zudem von einem als „feigen Angriff“ bezeichneten Anschlag auf ihre Raffinerie auf der Insel Lavan im Persischen Golf.
Die Krise geht über die Straße von Hormuz hinaus. Kuwait fing am Mittwochmorgen mehrere Drohnen ab, während der Irak meldete, dass von Iran unterstützte bewaffnete Gruppen Drohnenangriffe in der Nähe diplomatischer Einrichtungen und des Flughafens von Bagdad starteten.
Trump sprach von einem „vollen und vollständigen Sieg“ über den Iran und behauptete, das Land werde die Urananreicherung einstellen und US-Teams den Abtransport von nuklearem Material aus beschädigten unterirdischen Anlagen ermöglichen. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte die iranische Verteidigungsindustrie für „vollständig zerstört“.
Pakistan, das als wichtiger Vermittler fungiert, kündigte formelle Verhandlungen an, die am Freitag in Islamabad beginnen sollen, um ein dauerhaftes Abkommen zu erreichen. Der Iran soll jedoch zehn Forderungen zur Beendigung des Konflikts vorgelegt haben, wobei Trump nur einige Punkte als für die USA „annehmbar“ bezeichnete.
Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und transportiert etwa 20 % des globalen Öls. Ihre Schließung stellt daher eine erhebliche wirtschaftliche Bedrohung dar. Der Status der Wasserstraße hängt nun davon ab, ob die israelischen Militäroperationen im Libanon andauern und wie der Iran die Grenzen des Waffenstillstands interpretiert.
Rahmt die Geschichte als direkte iranische Reaktion auf israelische Aggression und betont die zyklische Natur der Eskalation. Gleichzeitig werden Trumps Behauptungen über einen Regimewechsel im Iran hervorgehoben. Der Artikel stellt den Waffenstillstand als fragil dar und konzentriert sich auf die unmittelbaren taktischen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz.
Nimmt eine skeptische Haltung zur Haltbarkeit des Waffenstillstands ein und unterstreicht die anhaltende Gewalt sowie umstrittene Bedingungen. Der Artikel beschreibt die Situation als chaotisch und ungelöst und stellt den Nutzen diplomatischer Bemühungen infrage.
Bietet eine umfassende Live-Berichterstattung mit Fokus auf die technischen Details der Waffenstillstandsbedingungen und die eskalierenden regionalen Spannungen. Der Artikel betont die Komplexität mehrerer Konfliktzonen und stellt die Lage als schnelllebig mit ungewissem Ausgang dar.