Die Nationalversammlung Vietnams wählte To Lam, den Generalsekretär der Kommunistischen Partei, am Dienstag einstimmig zum Präsidenten. Damit ist er der erste Führer seit Jahrzehnten, der beide mächtigsten Ämter des Landes gleichzeitig ausübt.
Die 495 Abgeordneten, die an der Sitzung der Nationalversammlung teilnahmen, bestätigten den 68-jährigen ehemaligen Sicherheitschef für eine fünfjährige Amtszeit als Präsident. Fünf Abgeordnete fehlten bei der Abstimmung.
Diese Machtkonzentration durchbricht Vietnams traditionelles Modell der kollektiven Führung, bei dem die Ämter der Partei und des Staates in der Regel auf verschiedene Amtsträger verteilt waren. Der Schritt ähnelt den Machtstrukturen in den Nachbarländern China unter Xi Jinping und Laos.
Wir streben danach, das Leben der Menschen zu verbessern, damit alle von der Entwicklung profitieren können
To Lam, Präsident Vietnams — The Hindu
Lams Aufstieg krönt die Karriere eines Berufspolizisten, der sich von Vietnams Sicherheitsdiensten bis an die Spitze der politischen Macht hochgearbeitet hat. Der Tod seines Vorgängers Nguyen Phu Trong im Jahr 2024 verschaffte ihm zunächst vorübergehend die Kontrolle über beide Positionen.
Rahmt die Geschichte als bedeutenden Bruch mit der politischen Tradition Vietnams und betont den Vergleich mit China sowie die potenziellen Risiken der Machtkonzentration. Die indische Perspektive konzentriert sich auf regionale Machtverhältnisse und zieht Parallelen zu autoritären Konsolidierungstrends in ganz Asien.