Die US-amerikanische First Lady Melania Trump hielt am Donnerstag eine nicht angekündigte Stellungnahme im Weißen Haus ab. Darin bestritt sie kategorisch jede Verbindung zu Jeffrey Epstein und forderte ein Ende dessen, was sie als falsche Anschuldigungen bezeichnete, die sie mit dem verstorbenen Sexualstraftäter in Verbindung bringen.
Das unerwartete Auftreten der 55-jährigen ehemaligen Modelin sorgte in Washington für Überraschung, da es ohne Vorankündigung oder erkennbaren Auslöser stattfand. In ihrer Stellungnahme ging sie auf jahrelange Spekulationen in sozialen Medien ein, die mögliche Verbindungen zu Epstein nahelegten. Dieser starb 2019 in Bundesgewahrsam, während er auf die Anklage wegen Menschenhandels wartete.
Die Lügen, die mich mit dem verachtenswerten Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, müssen heute enden. Diejenigen, die über mich lügen, entbehren jeder ethischen Grundsätze, Demut und Respekt.
Melania Trump, US-amerikanische First Lady — Channel NewsAsia
Trump sprach aus dem Grand Foyer des Weißen Hauses und wies konkrete Vorwürfe über ihre Beziehung zu Epstein und dessen Partnerin Ghislaine Maxwell zurück. Sie betonte, dass sie und Präsident Donald Trump zwar gelegentlich dieselben gesellschaftlichen Veranstaltungen in New Yorker und Floridenser Kreisen besuchten, dies jedoch eher einer typischen sozialen Überschneidung als einer bedeutenden Verbindung entsprach.
Ich bin nicht Epsteins Opfer. Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt. Ich habe meinen Ehemann 1998 zufällig auf einer Party in New York City kennengelernt.
Melania Trump, US-amerikanische First Lady — Times of India
Die First Lady ging auf ihrer Meinung nach gefälschte Bilder und Geschichten ein, die seit Jahren in sozialen Medien kursieren. Sie warnte die Zuschauer davor, solchen Inhalten Glauben zu schenken, und bezeichnete das Material als völlig falsch sowie Teil koordinierter Versuche, ihren Ruf zu schädigen.
In ihrer Stellungnahme forderte Trump auch politische Maßnahmen: Sie verlangte öffentliche Kongressanhörungen für Epsteins Opfer. Dieser Vorschlag folgte auf die Veröffentlichung von Millionen Seiten an Dokumenten durch das Justizministerium im Rahmen des Epstein Files Transparency Act, einem Gesetz, das nach anhaltendem öffentlichen und politischen Druck auf Transparenz verabschiedet wurde.
Jede Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie es wünscht. Erst dann, und nur dann, werden wir die Wahrheit erfahren.
Melania Trump, US-amerikanische First Lady — wbir.com
Der Zeitpunkt von Trumps Stellungnahme war besonders bemerkenswert, da er die Aufmerksamkeit wieder auf die Epstein-Kontroverse lenkte, obwohl die Regierung den Eindruck erweckt hatte, das Thema hinter sich gelassen zu haben. In den letzten Wochen hatte sich der mediale Fokus auf den anhaltenden Konflikt im Iran und andere politische Themen verlagert, während die Berichterstattung über Epstein nachließ.
Trump räumte ein, Maxwell per E-Mail „lockere Korrespondenz“ geschickt zu haben, wies deren Bedeutung jedoch zurück. Sie beschrieb ihre Antwort als höflich, aber bedeutungslos, und bezeichnete sie als unwesentlich für die Herstellung einer substantiellen Beziehung.
Laut ihrer Stellungnahme hat das juristische Team der First Lady bereits in der Vergangenheit ähnliche Anschuldigungen bekämpft. Sie betonte, ihren Ruf ohne Zögern zu verteidigen, und lehnte dies als gehässige politische Angriffe ab, die auf finanziellen und politischen Gewinn abzielten.
Der Epstein-Fall sorgt weiterhin für politische Kontroversen, da das weitreichende Netzwerk des verstorbenen Finanzmanns mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft weitere Forderungen nach Transparenz nach sich zieht. Auch Präsident Trump hat wiederholt jede Verfehlung im Zusammenhang mit Epstein bestritten, obwohl frühere soziale und geschäftliche Verbindungen Anlass zur Kritik gaben.
France 24 stellt diese als klare Stellungnahme dar, die sich auf die Fakten konzentriert, ohne redaktionelle Kommentare. Die französische Perspektive betont den unerwarteten Zeitpunkt und die anhaltende Präsenz der Epstein-Kontroverse in der amerikanischen Politik.
The Times of India präsentiert dies als Teil des anhaltenden politischen Dramas in den USA und hebt die seltene öffentliche Stellungnahme der First Lady hervor. Die Berichterstattung unterstreicht den Kontext hochkarätiger Persönlichkeiten, die mit Epstein in Verbindung gebracht werden, und spiegelt Indiens Interesse an politischen Skandalen in den USA wider.
Daily Sabah rahmt die Geschichte im Kontext von Transparenzforderungen und Opferanwaltschaft ein und betont Melania Trumps Aufruf zu Kongressanhörungen. Das türkische Medium legt den Fokus auf institutionelle Aspekte und rechtliche Verfahren und spiegelt damit das Interesse an amerikanischen demokratischen Prozessen wider.