Am Samstag versammelten sich riesige Menschenmengen in den gesamten Vereinigten Staaten zur dritten Auflage der „No Kings“-Proteste gegen Präsident Donald Trump. Organisatoren geben an, dass die Beteiligung 8 Millionen Menschen in über 3.200 Veranstaltungen in allen 50 Bundesstaaten überschritten habe.

Die Demonstrationen, die sich zur sichtbarsten Oppositionsbewegung seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 entwickelt haben, brachten Protestierende zusammen, die ihren Unmut über als autoritär empfundene Regierungsführung, harte Einwanderungspolitik und militärisches Engagement im Iran äußerten. Die Bewegung startete im vergangenen Jahr an Trumps Geburtstag und ist stetig gewachsen. Frühere Kundgebungen im Juni und Oktober lockten jeweils schätzungsweise 5 bis 7 Millionen Teilnehmer an.

Das Hauptereignis fand in St. Paul, Minnesota, statt, wo sich etwa 100.000 Menschen auf dem Rasen des State Capitol versammelten. Der Ort hatte besondere Bedeutung, nachdem im Januar bei einer Einwanderungsvollzugsmaßnahme in Minneapolis die Bundesagenten Renee Good und Alex Pretti erschossen wurden. Bruce Springsteen trat beim Rally in Minnesota auf und spielte seinen Song „Streets of Minneapolis“, den er als Reaktion auf die tödlichen Schüsse geschrieben hatte.

"Dieser reaktionäre Albtraum sowie diese Übergriffe auf amerikanische Städte werden nicht bestehen bleiben."

Eure Stärke und euer Engagement haben uns gezeigt, dass dies immer noch Amerika ist. Und dieser reaktionäre Albtraum sowie diese Übergriffe auf amerikanische Städte werden nicht bestehen bleiben.

Bruce Springsteen — Sky News

Große Demonstrationen fanden in Städten wie New York, Washington DC, Chicago, Los Angeles, Atlanta und San Diego statt. In der Hauptstadt marschierten Tausende am Lincoln Memorial vorbei zum National Mall und trugen Schilder mit Aufschriften wie „Leg die Krone ab, Clown“ und „Regimewechsel beginnt zu Hause“. Die Protestierenden läuteten Glocken, spielten Trommeln und skandierten den Schlachtruf der Bewegung: „No Kings“.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht3 perspektiven
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🇬🇧United Kingdom
Sky News
Analytisch

Sky News bietet eine ausgewogene Berichterstattung, indem es sowohl die Behauptungen der Protestorganisatoren als auch die Zurückweisungen des Weißen Hauses darstellt. Der Sender bezieht Umfragedaten ein, die Trumps sinkende Zustimmungswerte zeigen, und präsentiert gleichzeitig die Kritik der Republikaner an den Demonstrationen.

🇦🇺Australia
SBS News
Analytisch

SBS News legt den Fokus auf das Ausmaß und die internationale Reichweite der Proteste und betont den basisdemokratischen Charakter der Bewegung. Die Berichterstattung enthält persönliche Aussagen von Protestierenden und weist darauf hin, dass US-Behörden keine offiziellen Teilnehmerzahlen veröffentlicht haben.

🇧🇷Brazil
Agência Brasil
Analytisch

Agência Brasil berichtet über die Demonstrationen als bedeutende politische Entwicklung und legt den Schwerpunkt auf die Millionen Teilnehmer in US-Städten. Das brasilianische Medium hebt die internationale Dimension der Proteste hervor, die sich bis nach Europa erstreckte.

KI-Interpretation
Die Perspektiven werden von KI aus echten Artikeln unserer Quellen synthetisiert. Jedes Medium und jedes Land entspricht einer tatsächlichen Nachrichtenquelle, die in der Analyse dieser Meldung verwendet wurde.

Die Proteste fielen mit einem Rückgang von Trumps Zustimmungswerten auf 36 % zusammen – dem niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr an die Macht, wie eine Umfrage von Reuters/Ipsos ergab. Eine separate Umfrage von NBC News zeigte, dass Mehrheiten der registrierten Wähler die Handhabung von Einwanderung, Iran, Inflation und Lebenshaltungskosten durch den Präsidenten missbilligten.

Kein Land kann ohne die Zustimmung des Volkes regiert werden. Wir sind hier, weil wir das Gefühl haben, dass die Verfassung auf vielfältige Weise bedroht ist. Die Dinge sind nicht normal. Sie sind nicht in Ordnung.

Marc McCaughey, Militärveteran — SBS News

Die Bewegung weitete sich über die US-Grenzen hinaus aus: In europäischen Städten wie London, Paris, Amsterdam, Madrid und Rom fanden Solidaritätskundgebungen statt, an denen 20.000 Menschen unter starker Polizeipräsenz marschierten. Internationale Protestierende richteten ihr Augenmerk besonders auf die Ablehnung der US-israelischen Militäraktionen im Iran.

Das Weiße Haus wies die Demonstrationen zurück. Sprecherin Abigail Jackson bezeichnete sie als von linksgerichteten Finanznetzwerken unterstützt und mit begrenzter echter öffentlicher Unterstützung. Sie bezeichnete die Kundgebungen als „Trump-Derangement-Therapie-Sessions“, die nur bezahlte Reporter interessierten, die darüber berichteten.

Die einzigen Menschen, die sich für diese Trump-Derangement-Therapie-Sessions interessieren, sind die Reporter, die dafür bezahlt werden, darüber zu berichten.

Abigail Jackson, Sprecherin des Weißen Hauses — Sky News

Republikanische Politiker kritisierten zudem demokratische Politiker für ihre Unterstützung der Proteste. Die Demonstrationen fanden statt, während Vizepräsident JD Vance als bevorzugter Kandidat der Conservative Political Action Conference für die nächste republikanische Präsidentschaftskandidatur ausgewählt wurde – vor Außenminister Marco Rubio.