Am Samstag durchzogen massive Proteste die Vereinigten Staaten, als Millionen Amerikaner:innen auf die Straße gingen – organisiert unter dem Motto der bisher größten Demonstration gegen die Politik von Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit. Die 'No Kings'-Bewegung mobilisierte Protestteilnehmer:innen an rund 3.300 Orten in allen 50 Bundesstaaten, wobei die Organisator:innen von mindestens 8 Millionen Teilnehmenden bundesweit ausgehen.

Die Kundgebungen markierten den dritten und bisher größten Protesttag unter dem 'No Kings'-Banner seit Trumps Vereidigung am 20. Januar 2025. Die Demonstrant:innen trugen Schilder mit Botschaften wie 'Demokratie verteidigen', 'Trump muss gehen', 'Kein König, kein Krieg, keine Milliardäre' und 'ICE raus', die Sorgen über Einwanderungsbehörden und demokratische Institutionen widerspiegeln.

Die Hauptstadt Minnesotas, St. Paul, entwickelte sich zu einem zentralen Schauplatz der Proteste und zog Zehntausende an. Der Bundesstaat war bereits zuvor durch Winterproteste gegen Einsätze der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE und als Kritik an brutalen Bundesrazzien gegen Migrant:innen in den nationalen Fokus geraten. Die jüngsten Todesfälle zweier US-Bürger:innen, Renee Good und Alex Pretti, die bei Protesten in Minneapolis von Bundesbeamten erschossen wurden, verschärften die lokale Opposition.

"Kein Präsident stellte eine derartige existenzielle Bedrohung für unsere Freiheiten und unsere Sicherheit dar"

Rockstar Bruce Springsteen trat vor der riesigen Menge in St. Paul mit seinem Protestlied 'Streets of Minneapolis' auf. Das Lied entstand als Reaktion auf die tödlichen Schüsse auf Good und Pretti während der Demonstrationen in Minneapolis.

Die Demonstrant:innen seien mit ihrem Widerstand gegen Trump 'das Herz und die Seele' von allem Guten in den USA

Tim Walz, Gouverneur von Minnesota — Deutsche Welle

Wir werden nicht zulassen, dass dieses Land in Autoritarismus oder Oligarchie versinkt

Bernie Sanders, demokratischer Senator — Deutsche Welle

In New York City versammelten sich Tausende in Manhattan, wo der Schauspieler und Mitorganisator Robert De Niro vor der Menge sprach. Er räumte ein, dass frühere Präsidenten verfassungsmäßige Grenzen ausgetestet hätten, betonte aber die einzigartige Bedrohung, die Trump für die amerikanischen Freiheiten und die Sicherheit darstelle.

Aber keiner war eine derart existenzielle Bedrohung für unsere Freiheiten und unsere Sicherheit

Robert De Niro, Schauspieler — Deutsche Welle

In Washington DC skandierten Demonstrant:innen Warnungen vor 'Faschisten im Weißen Haus', während in Portland, Oregon, und anderen Großstädten weitere Tausende teilnahmen. Kritiker:innen argumentieren, dass die Regierung Trump zunehmend demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Bürgerrechte und Wahlrechte untergräbt.

Die Proteste gingen über traditionell demokratisch geprägte Hochburgen hinaus, wobei Organisator:innen auch in republikanisch dominierten Bundesstaaten eine starke Beteiligung meldeten. Die Bewegung versteht sich als gewaltfreier Widerstand gegen die als autoritär empfundene Führung im Weißen Haus und darüber hinaus. Auch internationale Solidaritätskundgebungen in mehreren europäischen Ländern wurden gemeldet, was die globale Besorgnis über die politischen Entwicklungen in den USA unterstreicht.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht2 perspektiven
Gespalten · Kritisch / Analytisch1 Kritisch1 Analytisch
🇩🇪Germany
Deutsche Welle
Kritisch

Die Deutsche Welle beschreibt die Proteste als legitimen demokratischen Widerstand gegen autoritäre Regierungsführung. Der Fokus liegt auf dem Ausmaß und friedlichen Charakter der Demonstrationen sowie den Sorgen um den demokratischen Rückgang.

🇵🇹Portugal
RTP Notícias
Analytisch

RTP präsentiert die Proteste als sachliches Nachrichtenereignis und betont die landesweite Mobilisierung der Bewegung. Die Berichterstattung bleibt neutral und erwähnt die internationale Dimension der Solidaritätskundgebungen.

KI-Interpretation
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