Israels Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte am Mittwoch, dass Israel die Entscheidung der USA begrüßt, für zwei Wochen Angriffe auf den Iran auszusetzen, schloss den Libanon jedoch explizit vom Waffenstillstandsabkommen aus. Die Aussage schafft eine erhebliche Lücke zu dem, was pakistanische Vermittler zuvor als umfassenden regionalen Waffenstillstand beschrieben hatten.

Das Büro von Netanyahu teilte mit, Israel unterstütze den US-Schritt unter der Voraussetzung, dass der Iran die Straße von Hormus sofort wieder für den Schiffsverkehr öffne und Angriffe gegen die USA, Israel und regionale Länder einstelle. Diese Klarstellung widerspricht direkt der früheren Ankündigung des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, der erklärt hatte, der Waffenstillstand gelte „überall, einschließlich Libanon und anderswo“.

Der zweiwöchige Waffenstillstand umfasst nicht den Libanon

Büro von Benjamin Netanyahu — mehrere Medien

Der Ausschluss bedeutet, dass Hisbollah-Operationen außerhalb der diplomatischen Pause bleiben. Damit setzt Israel seine Militäroffensive gegen die vom Iran unterstützte Gruppe fort, die seit März über 1.500 Menschen getötet und mehr als eine Million Libanesen vertrieben hat. Israel startete die Offensive im Libanon, nachdem Hisbollah israelische Städte in Reaktion auf die Tötung des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei am 28. Februar angegriffen hatte.

Präsident Donald Trump kündigte das Waffenstillstandsabkommen nur wenige Stunden vor Ablauf seiner Frist an, den Iran „auszulöschen“. Die Vereinbarung entstand durch pakistanische Vermittlung in letzter Minute, wobei die Verhandlungen am Freitag in Islamabad beginnen sollen. Trump würdigte China dafür, den Iran an den Verhandlungstisch gebracht zu haben.

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France 24 stellt dies als diplomatischen Widerspruch dar, der einer Klärung bedarf, und betont die Vermittlerrolle Pakistans sowie die technischen Details der Waffenstillstandsbedingungen. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die Verfahrensaspekte der internationalen Diplomatie, ohne Partei zu ergreifen – ein Spiegelbild der traditionellen Rolle Frankreichs als Vermittler in Konflikten des Nahen Ostens.