Ein neunjähriger Junge wurde diese Woche in einem Lieferwagen seines Vaters im Osten Frankreichs befreit, nachdem er dort fast 18 Monate eingeschlossen war. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, entdeckten Polizisten das Kind nackt in Fötusstellung auf einem Haufen Müll und Exkrementen liegend.
Die Rettungsaktion erfolgte am Montagabend in Hagenbach, einem Dorf mit weniger als 800 Einwohnern nahe der Schweizer und deutschen Grenze, nachdem ein Nachbar Geräusche eines Kindes aus dem geparkten Van gehört hatte.
in Fötusstellung liegend, nackt, mit einer Decke bedeckt auf einem Müllhaufen und in der Nähe von Exkrementen
Nicolas Heitz, Staatsanwalt — The Independent
Die Beamten fanden den Jungen stark unterernährt und nicht gehfähig vor, nachdem er monatelang eingesperrt war. Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, während sein 43-jähriger Vater wegen des Anfangsverdachts der Entführung festgenommen wurde.
Der Vater gab gegenüber den Ermittlern an, er habe seinen damals siebenjährigen Sohn im November 2024 in den Van eingeschlossen, um ihn vor einer Einweisung in eine psychiatrische Klinik durch seine Partnerin zu schützen. Staatsanwalt Nicolas Heitz erklärte, es gebe keine medizinischen Unterlagen, die auf psychische Probleme des Jungen vor seinem Verschwinden hindeuteten. Zudem habe er in der Schule gute Noten gehabt.
Britische Medien berichten über diesen schockierenden Fall von Kindesgefährdung mit detailliertem Fokus auf die Umstände der Rettung und die rechtlichen Schritte. Sie betonen die systematische Täuschung, die den Missbrauch so lange unentdeckt ließ, und spiegeln damit britische Bedenken hinsichtlich Versäumnissen im Kinderschutz und Lücken in der institutionellen Aufsicht wider.