Papst Leo XIV. bemühte sich am Samstag, den eskalierenden öffentlichen Streit mit Präsident Donald Trump zu entschärfen. Er erklärte gegenüber Journalisten, es liege "überhaupt nicht in meinem Interesse", den US-Präsidenten zu debattieren, während er auf dem Weg von Kamerun nach Angola war. Die Äußerungen fielen während seiner ehrgeizigen 11-tägigen Afrikareise.

Der erste amerikanische Papst versuchte klarzustellen, dass seine jüngsten scharfen Kritikpunkte an globalen Führungspersönlichkeiten nicht speziell auf Trump abzielten – obwohl die zeitliche Überschneidung mit ihrem öffentlichen Schlagabtausch über den Iran-Krieg dies nahelegte.

Es gab eine bestimmte Erzählung, die nicht in allen Aspekten korrekt war. Aber aufgrund der politischen Situation, die entstand, als der Präsident der Vereinigten Staaten am ersten Tag der Reise einige Kommentare über mich abgab

Papst Leo XIV. — CBC News

Die Klarstellung des Papstes folgt auf Trumps Kritik auf seiner Plattform Truth Social, in der er Leo als "schwach in Sachen Verbrechensbekämpfung und schrecklich für die Außenpolitik" bezeichnete. Zudem postete Trump ein KI-generiertes Bild, das ihn als eine Jesus-ähnliche Figur zeigte – das später entfernt wurde. Trump schien auf Leos wachsende Ablehnung der US-israelischen Militäroffensive gegen den Iran zu reagieren.

Leo ging konkret auf seine Rede vom Donnerstag in Kamerun ein, in der er erklärte, die Welt werde von "einigen wenigen Tyrannen" zerstört. Der Papst betonte, diese Rede sei bereits zwei Wochen vor Trumps ersten Kommentaren vorbereitet worden. Damit widersprach er der Interpretation, es handle sich um eine direkte Reaktion auf den Präsidenten.

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CBC stellt die Geschichte als diplomatische Deeskalation dar und betont die Klarstellungen und friedlichen Absichten des Papstes. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die prozeduralen Aspekte der päpstlich-präsidialen Beziehungen, ohne Partei in der inhaltlichen Auseinandersetzung zu ergreifen.