US-Präsident Donald Trump richtete am Freitag während einer Rede auf dem von Saudi-Arabien unterstützten Investitionsforum FII Priority in Miami eine kaum verhüllte Drohung gegen Kuba. Dabei erklärte er, die karibische Inselnation werde das nächste Ziel seiner Regierung sein, und spielte gleichzeitig Bedenken über mögliche politische Folgen jüngster Militäroperationen herunter.
Bei seiner Ansprache auf dem Investitionsforum bezog sich Trump auf die Militäroperation seiner Regierung im Januar, die zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führte. Er nutzte dies, um mögliche künftige Maßnahmen zu rechtfertigen. Trumps Äußerungen fielen in eine Zeit zunehmenden Drucks seiner Regierung auf Kuba, darunter eine faktische Ölsperre, die im Januar verhängt wurde.
Ich habe diese großartige Armee aufgebaut. Ich sagte immer: „Ihr werdet sie nie einsetzen müssen.“ Aber manchmal muss man sie einsetzen. Und Kuba ist übrigens das nächste. Aber tun Sie so, als hätte ich das nicht gesagt.
Donald Trump, US-Präsident — Dawn
Trump versuchte nur wenige Augenblicke später, seine Aussage zurückzunehmen, und wies die Medien an, seine Worte zu ignorieren – um seine Drohung angesichts des Gelächters im Publikum sofort zu wiederholen. Konkrete Angaben zu möglichen Maßnahmen seiner Regierung gegen die kommunistisch regierte Inselnation machte er nicht.
Die Äußerungen des Präsidenten unterstreichen die umfassendere Strategie seiner Regierung, den Einfluss Washingtons in Lateinamerika während seiner zweiten Amtszeit weiter zu festigen. Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba, die in den letzten Jahren Anzeichen einer Verbesserung gezeigt hatten, haben sich seit Trumps Rückkehr ins Amt deutlich verschlechtert.
Dawn berichtet sachlich über Trumps Drohungen und setzt sie in den Kontext der inneren Herausforderungen Kubas. Der Artikel betont die vage Natur von Trumps Aussagen sowie Kubas trotzige Reaktion auf den externen Druck.
The New Arab berichtet faktenbasiert über Trumps Äußerungen und hebt die verschlechterten Beziehungen zwischen den USA und Kuba hervor. Der Artikel ordnet die Drohungen in Trumps umfassendere Strategie für Lateinamerika ein.
RFI bietet eine umfassende Berichterstattung mit Fokus auf Kubas Widerstandshaltung und die Energiekrise. Der französische Sender stellt die Drohungen in den historischen Kontext des US-Embargos und der jüngsten diplomatischen Spannungen.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel reagierte letzte Woche auf den zunehmenden externen Druck und schwor, dass jeder ausländische Aggressor auf erbitterten Widerstand stoßen werde. Diese trotzige Haltung Kubas fällt in eine Zeit, in der das Land mit schweren inneren Herausforderungen kämpft, darunter zwei landesweite Stromausfälle innerhalb einer einzigen Woche, die die anhaltende Energiekrise des Landes verdeutlichten.
Kuba ist das nächste
Donald Trump, US-Präsident — The New Arab
Die Inselnation leidet seit der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 unter einem Handelsembargo der USA, das zu Jahrzehnten der wirtschaftlichen Isolation führte. Kubanische Diplomaten haben zwar Bereitschaft zu einem Dialog mit Washington signalisiert, lehnen jedoch Gespräche über eine Änderung ihres politischen Systems strikt ab.
In seiner Rede äußerte sich Trump auch provokant zu anderen internationalen Themen, etwa indem er die strategisch wichtige Straße von Hormus scherzhaft als „Straße von Trump“ bezeichnete. Dies unterstreicht einmal mehr den selbstbewussten außenpolitischen Ansatz seiner Regierung.
Der Zeitpunkt von Trumps Drohungen fällt mit humanitären Sorgen zusammen: Zwei Segelboote, die an einer internationalen Konvoi-Aktion zur Lieferung von medizinischer Ausrüstung, Lebensmitteln, Solarpaneelen und anderen lebenswichtigen Gütern nach Kuba teilnahmen, wurden am Freitag als vermisst gemeldet. Das Schicksal der Boote ist weiterhin ungewiss, während Kuba weiterhin mit schweren Versorgungsengpässen kämpft.