Präsident Donald Trump kündigte am Mittwochabend an, dass die US-Streitkräfte ihre Militäroperationen gegen den Iran für mindestens weitere zwei Wochen intensivieren werden, obwohl er behauptet, dass die amerikanischen Ziele im Konflikt fast erreicht seien.
In seiner ersten Fernsehansprache seit Beginn des Krieges vor über einem Monat skizzierte Trump Pläne für verstärkte Angriffe, während er gleichzeitig den Sieg als greifbar darstellte.
Wir sind auf dem besten Weg, alle militärischen Ziele Amerikas in Kürze, sehr bald, zu erreichen. Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören.
Donald Trump, US-Präsident — CBC News
In der 20-minütigen Rede ging Trump auf Spekulationen ein, ob er eine Waffenruhe, eine Bodeninvasion oder größere NATO-Entwicklungen ankündigen würde. Stattdessen signalisierte er eine Fortsetzung der Militäraktionen, obwohl er zuvor behauptet hatte, der Iran habe eine Waffenruhe erbeten – eine Aussage, die Teheran umgehend als „falsch und haltlos“ zurückwies.
Trumps Ausführungen konzentrierten sich stark auf die iranische Blockade der Straße von Hormuz, einen kritischen Engpass für die globale Energieversorgung. Er forderte europäische Verbündete auf, unabhängig zu handeln, um die Wasserstraße zu sichern.
NPR stellt die Geschichte so dar, dass Trump seine Argumente für einen fortgesetzten Krieg vorbringt, während er behauptet, der Konflikt nähere sich dem Ende. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die genannten Ziele und den Zeitplan des Präsidenten, ohne eigene Kommentare einzubringen.
CBC präsentiert die Rede als widersprüchlich und hebt Expertenanalysen hervor, die Trumps Aussagen als Signal für einen verlängerten Konflikt deuten, statt für eine Deeskalation. Die Berichterstattung betont die Diskrepanz zwischen der Behauptung, fast gesiegt zu haben, und der Drohung mit einer Eskalation.
Daraufhin warnt die iranische Armee vor „umfangreicheren“ Angriffen, nachdem Trump die Verbündeten erneut aufforderte, „etwas verspäteten Mut zu sammeln“, um die Straße von Hormuz zu sichern.
In einer Fernsehansprache im Weißen Haus gab der Präsident keinen Zeitplan für ein Ende des Krieges an und sagte, die USA würden den Iran „in die Steinzeit zurückversetzen“.
In einer 19-minütigen Ansprache aus dem Weißen Haus erklärte Präsident Trump, die USA würden den Iran „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen“, machte aber keine konkreten Enthüllungen.
Sammelt etwas verspäteten Mut. [Sie] hätten es schon früher tun sollen, hätten es mit uns tun sollen, wie wir sie gebeten haben. Geht zur Straße und nehmt sie einfach ein, schützt sie.
Donald Trump, US-Präsident — The New Arab
Der Präsident behauptete erhebliche militärische Erfolge und erklärte, die US-Streitkräfte hätten die iranische Marine zerstört und die militärische Industriebasis „zerschlagen“. Er betonte, dass Amerika nicht mehr von fossilen Brennstoffen aus dem Nahen Osten abhängig sei, und suggerierte, andere Nationen sollten ihre eigenen Energieressourcen sichern.
Trump schloss mit einem deutlichen Ultimatum und drohte damit, gleichzeitig alle Stromnetze des Iran anzugreifen, falls Teheran sich weigere, in Verhandlungen über ein Ende des Konflikts einzutreten. Dies war eine der wenigen kurzen Erwähnungen einer möglichen diplomatischen Lösung während der Ansprache.
Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Brett McGurk deutete die Rede als Signal für einen verlängerten Konflikt statt einer Deeskalation.
Ich hatte gehofft, eine deeskalierende Rede zu hören, dass wir das in ein paar Wochen abschließen. Stattdessen hörte ich etwas ganz anderes. Ich denke, dieser Krieg wird noch eine Weile andauern, das ist es, was ich gehört habe.
Brett McGurk, Ehemaliger NSC-Berater — CBC News
Nur wenige Stunden nach Trumps Ansprache reagierten israelische Luftabwehrsysteme auf drei Wellen iranischer Raketenangriffe, wobei Medien von leichten Verletzungen im Raum Tel Aviv berichteten. Der Zeitpunkt unterstrich die volatile regionale Dynamik, während Trump verstärkten militärischen Druck verspricht.
Der Widerspruch zwischen der Erklärung, fast gesiegt zu haben, und der Drohung mit einer Eskalation spiegelt die Herausforderung der Regierung wider, die innenpolitische Botschaft mit den militärischen Realitäten vor Ort in Einklang zu bringen.