US-Präsident Donald Trump gab am Donnerstag bekannt, dass Israel und Libanon einer 10-tägigen Feuerpause ab 17 Uhr Eastern Time zugestimmt hätten. Dies könnte einen Durchbruch im Konflikt darstellen, der sich parallel zum breiteren US-Iran-Krieg verschärft hat.

Die Ankündigung folgte auf Telefonate, die Trump laut eigener Aussage mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun geführt habe. Der Waffenstillstand markiert die erste direkte diplomatische Kontaktaufnahme zwischen den Führern beider Länder seit über drei Jahrzehnten.

Diese beiden Führer haben sich darauf geeinigt, dass sie, um FRIEDEN zwischen ihren Ländern zu erreichen, offiziell einen 10-tägigen WAFFENSTILLSTAND um 17 Uhr EST beginnen werden

Donald Trump, US-Präsident — Truth Social

In Trumps Erklärung wurde die Hisbollah, die vom Iran unterstützte Miliz, die gegen israelische Streitkräfte im südlichen Libanon kämpft, nicht erwähnt. Ein ranghoher Hisbollah-Abgeordneter erklärte, die Gruppe sei von Irans Botschafter in Beirut über den möglichen Waffenstillstand informiert worden, betonte jedoch, dass die Einhaltung von einer vollständigen Einstellung aller israelischen Feindseligkeiten abhängen würde.

Die Ankündigung des Waffenstillstands erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Kämpfe im südlichen Libanon, wo israelische Streitkräfte die letzte verbliebene Brücke über den Litani-Fluss zerstört haben. Dies hat den Süden des Landes effektiv vom Rest Libanons abgeschnitten. Laut libanesischen Behörden wurden seit Beginn des Konflikts mehr als 2.100 Menschen bei israelischen Angriffen in Libanon getötet.

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Al Jazeera stellt die Ankündigung sachlich dar, betont aber das Fehlen der Hisbollah in den Verhandlungen und unterstreicht die bedingte Haltung der Gruppe zur Einhaltung. Die Perspektive des Senders spiegelt Katars Rolle als regionaler Vermittler wider und präsentiert die Entwicklung als potenziell bedeutend, weist jedoch auf die Herausforderungen bei der Umsetzung angesichts der Ausgrenzung wichtiger Milizen hin.