Die Vereinigten Staaten haben die Übergangspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodriguez, am Mittwoch von ihrer Sanktionsliste gestrichen. Dies markiert einen weiteren Schritt in der dramatischen Neuausrichtung der US-amerikanisch-venezolanischen Beziehungen nach der Festnahme von Nicolas Maduro im Januar.

Das Finanzministerium der USA aktualisierte die Liste der besonders bezeichneten Personen („Specially Designated Nationals List“) und entfernte Rodriguez, die seit September 2018 während der ersten Amtszeit von Präsident Trump mit Sanktionen belegt war. Diese hatten alle in den USA befindlichen Vermögenswerte eingefroren und amerikanischen Unternehmen verboten, Geschäfte mit ihr zu tätigen.

Präsident Trumps Entscheidung ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, um die Beziehungen zwischen unseren Ländern zu normalisieren und zu stärken.

Delcy Rodriguez — Al Jazeera

Rodriguez übernahm das Präsidentenamt Venezuelas, nachdem US-Spezialkräfte Maduro und seine Frau Cilia Flores am 3. Januar in einer Militäroperation in Caracas festnahmen. Beide warten nun in den USA auf ihren Prozess wegen Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes – ein Vorgehen, das von Rechtsexperten als Verstoß gegen das Völkerrecht kritisiert wird.

Die Aufhebung der Sanktionen spiegelt Rodriguez’ versöhnliche Haltung gegenüber Washington seit ihrer Amtsübernahme wider. Sie öffnete Venezuelas riesige Ölreserven für private Investitionen und unterzeichnete Gesetze, um ausländisches Kapital anzuziehen. Damit kehrte sie die sozialistischen Wirtschaftspolitik aus Maduros Amtszeit um.

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Analytisch

France 24 stellt die Aufhebung der Sanktionen als Teil der sich verschärfenden US-amerikanisch-venezolanischen Beziehungen unter Trump dar. Der Sender betont Rodriguez’ versöhnliche Haltung und die umfassende diplomatische Neuausrichtung zwischen den beiden Ländern.