Vier Astronauten an Bord der NASA-Mission Artemis II haben beispiellose Bilder der Mondrückseite eingefangen. Damit kehrt die Menschheit nach mehr als fünf Jahrzehnten in die Nähe des Mondes zurück. Die Besatzung legte am 6. April 406.700 Kilometer von der Erde entfernt zurück und stellte damit einen neuen Rekord für die größte Entfernung auf, die Menschen jemals von unserem Planeten aus erreicht haben.

Die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und der kanadische Astronaut Jeremy Hansen der Canadian Space Agency wechselten sich während ihres siebenstündigen Mond-Vorbeiflugs an den Fenstern der Orion-Kapsel ab. Das von der Erde reflektierte Licht war so hell, dass die Besatzungsmitglieder ein Fenster mit einem Ersatzshirt abdeckten, um die Blendung zu reduzieren.

Die Mission enthüllte Gelände, das noch nie zuvor von menschlichen Augen gesehen wurde, darunter das gesamte Orientale-Becken – ein riesiger Krater mit fast 1.000 Kilometern Durchmesser, der an der Grenze zwischen der Vorder- und Rückseite des Mondes liegt. Das dunkle Zentrum dieser uralten Einschlagstelle enthält erstarrte Lava aus Eruptionen, die vor Milliarden von Jahren stattfanden.

"Es gibt so viel Magie im Terminator"

Es gibt so viel Magie im Terminator – die Lichtinseln, die Täler, die wie schwarze Löcher aussehen, in die man direkt ins Zentrum des Mondes fallen würde, wenn man in einige von ihnen tritt. Es ist einfach visuell faszinierend.

Victor Glover, Missionsspezialist — New Scientist

Während ihres Fluges hinter dem Mond erlebten die Astronauten eine geplante 40-minütige Kommunikationsunterbrechung mit der Erde. Diese Isolation ermöglichte es ihnen, eine einzigartige Sonnenfinsternis von fast einer Stunde zu beobachten, bei der die Sonne vollständig hinter der Mondoberfläche verschwand, während das Erdlicht die erdzugewandte Seite des Mondes weiterhin beleuchtete.

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