Die Besatzung von Artemis II der NASA hat am Montag den Rekord für die größte Entfernung im Weltraumflug gebrochen. Während ihres Mondvorbeiflugs entfernten sie sich 406.770 Kilometer von der Erde – 6.600 Kilometer weiter als der von Apollo 13 im Jahr 1968 aufgestellte Rekord.

Die vier Astronauten betraten am frühen Montagmorgen den Gravitationseinfluss des Mondes an Bord ihrer Orion-Kapsel. Die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen von der Canadian Space Agency begannen ihren sechsten Flugtag um 16:50 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.

Der Rekord wurde gebrochen, als die Crew um die Rückseite des Mondes flog und sich etwa 6.400 Kilometer über dessen dunkler Oberfläche befand. Von diesem Blickwinkel aus erschien die Erde basketballgroß vor dem kosmischen Hintergrund – eine Perspektive, die noch kein Mensch zuvor erlebt hat.

"406.770 Kilometer von der Erde entfernt – 6.600 Kilometer weiter als der 56 Jahre alte Rekord von Apollo 13"

Diese Mission markiert das erste Mal, dass das gesamte Becken mit menschlichen Augen gesehen wurde

NASA — Dawn

Der Mondvorbeiflug begann offiziell um 20:34 Uhr Mitteleuropäischer Zeit und tauchte die Astronauten für sechs Stunden in Dunkelheit und zeitweilige Kommunikationsausfälle. Während dieser Phase blockierte der Mond die Signale des Deep Space Network der NASA – das globale Netzwerk riesiger Radioantennen, die den Kontakt zur Crew aufrechterhalten.

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Einstimmig · Analytisch2 Analytisch
🇵🇰Pakistan
Dawn
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Dawn beschreibt die Mission als eine klare wissenschaftliche Leistung und betont gleichzeitig den geopolitischen Wettbewerb mit China. Das Medium hebt den Zeitplan der NASA hervor, eine Präsenz auf dem Mond 'bevor China' etablieren zu wollen, und positioniert die Mission im Kontext des Wettlaufs im All – weniger als rein wissenschaftlichen Fortschritt.

🇸🇬Singapore
Straits Times
Analytisch

The Straits Times präsentiert einen ausgewogenen technischen Bericht, der sich auf Meilensteine und wissenschaftliche Errungenschaften konzentriert. Aus der Perspektive eines regionalen Zentrums wie Singapur wird die internationale Zusammenarbeit betont, insbesondere die Beteiligung des kanadischen Astronauten, während die US-chinesische Raumfahrtkonkurrenz neutral dargestellt wird.

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Die wissenschaftliche Dokumentation stand während des Kommunikationsfensters im Vordergrund. Die Astronauten machten detaillierte Fotos durch die Fenster der Orion und dokumentierten, wie das Sonnenlicht um die Ränder des Mondes filterte – was aus ihrer Perspektive einer Mondfinsternis entsprach.

Die Crew fotografierte auch den Erdaufgang über dem Mondhorizont, als ihre Kapsel aus dem Mondschatten auftauchte – eine himmlische Umkehrung des von der Erde aus sichtbaren Mondaufgangs. Diese Aufnahmen liefern beispiellose wissenschaftliche Daten über lunare Phänomene, die bisher nur von robotischen Missionen beobachtet wurden.

Dutzende Mondwissenschaftler in der Science Evaluation Room im Johnson Space Center in Houston verfolgten die Echtzeitbeschreibungen der Astronauten. Die Crew hatte sich intensiv darauf vorbereitet, während des Vorbeiflugs verschiedene Mondformationen zu identifizieren und zu dokumentieren.

Bereits zu Beginn der Mission hatten die Astronauten Aufnahmen des Mare Orientale gemacht – eines riesigen Kraters, der wie eine Zielscheibe aussieht und bisher nur von Orbitalkameras fotografiert worden war. Die vollständige Sichtbarkeit dieses Beckens war ein weiteres Novum für die menschliche Beobachtung.

Dieser Meilenstein stellt den Höhepunkt der fast zehntägigen Artemis-II-Mission dar und dient als erster bemannter Testflug von NASA's ehrgeizigem Mondprogramm. Die milliardenschwere Initiative zielt darauf ab, bis 2028 Astronauten auf die Mondoberfläche zurückzubringen und eine nachhaltige amerikanische Präsenz zu etablieren, noch bevor China ähnliche Fähigkeiten erreicht.

Die Mission erfüllt dabei zwei Zwecke: Sie testet die Lebenserhaltungssysteme und die Crew-Schnittstellen der Orion-Kapsel und demonstriert die erneuerten Mondfähigkeiten der USA. Ein Erfolg ebnet den Weg für Artemis III, die den ersten bemannten Mondlandungsversuch seit Apollo 17 im Jahr 1972 unternehmen soll.

Über die unmittelbaren Mondziele hinaus sieht die NASA die geplante Mondbasis als Testgelände für spätere Marsmissionen. Die extremen Bedingungen auf dem Mond bieten ideale Voraussetzungen, um Technologien und Verfahren zu erproben, die für die Erforschung des tiefen Weltraums erforderlich sind.