Im besetzten Westjordanland eskalierte die Gewalt am Samstagabend, als Dutzende extremistische israelische Siedler koordinierte Angriffe auf palästinensische Gemeinden verübten. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt und erhebliche Sachschäden verursacht.
Die Vorfälle ereigneten sich gleichzeitig in mehreren palästinensischen Dörfern, wobei die Siedler systematisch Häuser und Fahrzeuge ins Visier nahmen. Augenzeugen berichteten von Gruppen maskierter Angreifer, die durch Wohngebiete zogen, Autos in Brand setzten und Steine auf palästinensische Häuser warfen, während Familien sich noch darin befanden.
Laut lokalen medizinischen Quellen wurden mindestens sieben Palästinenser mit Verletzungen, die sie während der Angriffe erlitten hatten, ins Krankenhaus eingeliefert. Zu den Verletzten gehörte ein älterer Mann, der eine Rauchgasvergiftung erlitt, nachdem das Auto seines Nachbarn in der Nähe seines Hauses in Brand gesetzt worden war, sowie eine Frau, die von Trümmern getroffen wurde, als sie versuchte, ihr Eigentum zu schützen.
Die Gewalt scheint eine deutliche Eskalation der Siedlerangriffe darzustellen, die im vergangenen Jahr stark zugenommen haben. Menschenrechtsorganisationen haben ein Muster solcher Vorfälle dokumentiert, die oft nur auf begrenzte Intervention israelischer Sicherheitskräfte trafen, obwohl diese in der Region präsent sind.
Israels Sicherheitskräfte wurden während der Angriffe an mehreren Orten eingesetzt, nahmen aber laut Augenzeugen und lokalen Behörden niemanden fest. Das Militär bestätigte, auf Meldungen über Unruhen reagiert zu haben, gab jedoch keine Details zu konkreten Maßnahmen oder eingeleiteten Ermittlungen bekannt.