Die südafrikanische Polizei nahm den in Frankreich geborenen beninischen Aktivisten Kemi Seba am Montag fest, als er versuchte, über Simbabwe nach Europa zu fliehen. Damit endete die Fahndung nach der prominenten antiwestlichen Persönlichkeit, die in Benin wegen Putschvorwürfen gesucht wurde.
Seba, dessen bürgerlicher Name Stellio Gilles Robert Capo Chichi lautet, wurde zusammen mit seinem 18-jährigen Sohn in einem Einkaufszentrum in Pretoria in einer gezielten Aktion festgenommen. Die Polizei nahm zudem einen Vermittler fest, der angeblich mit 250.000 südafrikanischen Rand (ca. 15.000 US-Dollar) bezahlt worden war, um ihnen bei der illegalen Überquerung des Limpopo-Flusses nach Simbabwe zu helfen.
Der 45-jährige Aktivist wird in Benin der "Aufwiegelung zum Aufstand" beschuldigt, nachdem er öffentlich den gescheiterten Putschversuch vom 7. Dezember 2024 unterstützt hatte. In den frühen Morgenstunden des Putschversuchs veröffentlichte Seba triumphierende Videos im Internet, in denen er die vermeintliche Absetzung der Regierung feierte.
Vorläufige Ermittlungen haben ergeben, dass der Vater [Seba] in Frankreich und Benin als gesuchter Flüchtling gilt, der wegen Straftaten im Zusammenhang mit Verbrechen gegen den Staat gesucht wird.
Südafrikanische Polizei — Stellungnahme
Seba leitet die NGO Pan-Afrikanistische Notfallhilfe und hat sich durch seinen erbitterten Widerstand gegen französischen Einfluss in Afrika eine Anhängerschaft von 1,5 Millionen Online-Unterstützern aufgebaut. Seine Aktivitäten haben ihn wiederholt in rechtliche Schwierigkeiten in mehreren Ländern gebracht.
Die BBC stellt dies als eine Rechtsangelegenheit über die Festnahme eines Flüchtigen dar und bietet eine ausgewogene Berichterstattung über die gegen Seba erhobenen Vorwürfe sowie die Behauptungen seiner Unterstützer, es handle sich um politische Verfolgung. Die Perspektive betont die rechtlichen Schritte, während sie den breiteren geopolitischen Kontext der sich wandelnden afrikanischen Bündnisse weg von westlichen Mächten einbezieht.