Nathalie Baye, eine der gefeiertsten Schauspielerinnen Frankreichs, ist am Freitagabend in ihrem Pariser Zuhause an Lewy-Körperchen-Demenz verstorben. Sie wurde 77 Jahre alt.

Die vierfache César-Preisträgerin spielte in rund 80 Filmen über fünf Jahrzehnte hinweg und arbeitete mit renommierten Regisseuren von François Truffaut bis Steven Spielberg zusammen. Ihre Familie bestätigte den Tod am Samstag und teilte mit, sie habe sich gegen die neurodegenerative Erkrankung gewehrt, die Verwirrung, Bewegungsstörungen und Halluzinationen auslösen kann.

Wir haben Nathalie Baye so sehr geliebt. Mit ihrer Stimme, ihrem Lächeln und ihrer Anmut war sie über die letzten Jahrzehnte hinweg eine ständige Präsenz im französischen Kino. Sie war eine Schauspielerin, mit der wir geliebt, geträumt und aufgewachsen sind.

Emmanuel Macron, französischer Präsident — X

Baye wurde 1948 in der Normandie als Tochter von Künstlern geboren und begann zunächst eine Ausbildung zur Tänzerin, bevor sie in Paris Schauspiel studierte. Ihr Durchbruch gelang ihr 1973 in Truffauts Komödie 'La Nuit américaine', frisch von der Schauspielschule, in der sie eine Scriptgirl spielte – ihr Einstieg in den elitären Kreis des französischen Kinos.

Ihre Karriere verkörperte die künstlerischen Ambitionen des französischen Kinos. 1981 gewann sie ihren ersten César für Jean-Luc Godards 'Vorname Carmen', gefolgt von der Auszeichnung als beste Nebendarstellerin im darauffolgenden Jahr und als beste Hauptdarstellerin 1983. Die Filmfestspiele von Venedig ehrten sie 1999 mit dem Preis als beste Darstellerin für 'Ein perfekter Liebesabend'.

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Rahmt Baye als nationale Ikone und kulturelles Symbol, das die Bedeutung des französischen Kinos in seiner goldenen Ära unterstreicht. Die Berichterstattung würdigt ihre künstlerischen Leistungen und geht respektvoll mit ihren privaten Kämpfen um, was die französische Verehrung für ihr filmisches Erbe widerspiegelt.