Französische Behörden haben eine Terrorismusermittlung eingeleitet, nachdem die Polizei einen offensichtlichen Bombenanschlag vor dem Pariser Hauptquartier der Bank of America in den frühen Morgenstunden des Samstags vereitelt hat. Ein Verdächtiger wurde verhaftet, während ein zweiter noch flüchtig ist.

Der Vorfall ereignete sich gegen 3:30 Uhr Ortszeit in der Rue La Boétie im gehobenen 8. Arrondissement von Paris, nur wenige Straßen von den berühmten Champs-Élysées entfernt. Polizeibeamte auf Streife entdeckten zwei Männer in der Nähe des Bankgebäudes, wobei einer eine offenbar selbstgebaute Sprengvorrichtung am Eingang platzierte.

Die Beamten griffen ein, gerade als der Verdächtige die Vorrichtung mit einem Feuerzeug zünden wollte. Die selbstgebaute Bombe bestand aus einem Fünf-Liter-Behälter, der mit einer Flüssigkeit gefüllt war, die vermutlich Treibstoff ist, sowie einem Zündsystem mit etwa 650 Gramm Sprengstoff. Die Vorrichtung wurde zur vollständigen Analyse an das Forensiklabor der Pariser Polizei überbracht.

"Die Wachsamkeit bleibt im aktuellen internationalen Kontext auf sehr hohem Niveau"

Gut gemacht von der schnellen Intervention einer Einheit der Pariser Polizeipräfektur, die es möglich machte, einen gewalttätigen Akt terroristischer Natur in der Nacht in Paris zu vereiteln

Laurent Nunez, Innenminister — Deutsche Welle

Der verhaftete Verdächtige, der sich nach Angaben der Polizei sowohl als Minderjähriger als auch als senegalesischer Staatsbürger ausgab, sagte den Ermittlern, er sei über die Social-Media-Plattform Snapchat angeworben worden, um den Bombenanschlag für 600 Euro durchzuführen. Sein Komplize floh, als die Polizei eintraf, und ist noch immer flüchtig.

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France 24
Analytisch

Berichtet über den Vorfall sachlich als erfolgreich vereitelten Terroranschlag. Betont die schnelle Polizeiaktion und die laufende Ermittlung durch Terrorismusbekämpfungsbehörden.