Afrika Bambaataa, eine der prägendsten Figuren des Hip-Hop, starb am Donnerstag im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung in einem Krankenhaus in Pennsylvania. Der in der Bronx geborene DJ und Produzent, dessen bürgerlicher Name Lance Taylor lautete, prägte in den 1970er und 1980er Jahren als Pionier den Hip-Hop sowohl als Musikgenre als auch als globale Kulturbewegung.
Geboren 1957 als Sohn jamaikanischer und barbadischer Einwanderer, wuchs Bambaataa während der Ära der schwarzen Befreiungsbewegung auf. Als Teenager schloss er sich der Gang Black Spades an, bevor er seine Führungsfähigkeiten in eine kulturelle Transformation lenkte. 1973 gründete er gemeinsam mit anderen die Universal Zulu Nation, eine internationale Organisation, die Jugendliche von Gewalt weg und hin zu kreativem Ausdruck durch die vier Säulen des Hip-Hop führen sollte: DJing, Rap, Graffiti und Breakdance.
Sein Hit 'Planet Rock' aus dem Jahr 1982 brachte ihm weltweiten Ruhm ein und prägte die Entwicklung des Hip-Hop in den 1980er Jahren grundlegend. Der innovative Mix aus elektronischer Musik und Rap-Gesang zeigte das Potenzial des Hip-Hop, traditionelle musikalische Grenzen zu sprengen. Im Laufe des Jahrzehnts arbeitete Bambaataa mit verschiedenen Künstlern wie James Brown und John Lydon zusammen und engagierte sich in politisch bewussten Projekten, darunter 1985 der Anti-Apartheid-Song 'Sun City'.
Afrika Bambaataa half, eine globale Bewegung zu prägen, die in Frieden, Einheit, Liebe und Spaß verwurzelt ist
Hip Hop Alliance — Stellungnahme
Die Organisation würdigte seine Rolle bei der Verwandlung der Bronx in 'den Geburtsort einer Kultur, die heute jede Ecke der Welt erreicht'. Bambaataas Vision ging über die Musik hinaus und etablierte den Hip-Hop als Werkzeug für sozialen Wandel und Gemeinschaftsbildung über rassische und geografische Grenzen hinweg.