Das britische Innenministerium verweigerte Kanye West am Dienstag die Einreise nach Großbritannien, was die Organisatoren dazu zwang, das gesamte Wireless Festival abzusagen, bei dem der Rapper als Headliner für drei Abende im Juli vorgesehen war.

West, der seinen Namen 2021 rechtlich in Ye änderte, hatte am Montag eine elektronische Reiseerlaubnis beantragt, wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, seine Anwesenheit sei nicht "förderlich für das öffentliche Wohl". Die Entscheidung folgte auf wachsenden Druck von Politikern, jüdischen Gemeindevertretern und wichtigen Sponsoren, die die Buchung verurteilten.

Die Festivalorganisatoren bestätigten, dass die Absage alle 150.000 erwarteten Besucher über das Wochenende vom 10. bis 12. Juli im Londoner Finsbury Park betreffen werde. Ticketinhaber erhalten eine vollständige Rückerstattung. Das Festival hatte bisher noch keine weiteren Künstler neben West als einzigen Headliner angekündigt.

"Diese Regierung steht fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaft und wird nicht aufhören, gegen das Gift des Antisemitismus zu kämpfen."

Kanye West hätte nie eingeladen werden dürfen, das Wireless Festival zu headlinen. Diese Regierung steht fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaft und wird nicht aufhören, gegen das Gift des Antisemitismus zu kämpfen.

Keir Starmer, Premierminister — mehrere Medien

Die Kontroverse eskalierte, nachdem die Buchung von West letzte Woche bekannt wurde. Der Rapper steht seit langem in der Kritik für antisemitische Aussagen, darunter die Bewunderung für Adolf Hitler und die Veröffentlichung eines Songs mit dem Titel "Heil Hitler" im Jahr 2025. Zudem hatte er auf seiner Website T-Shirts mit Hakenkreuzen beworben.

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