Meta veröffentlichte am Mittwoch Muse Spark und markierte damit den Start seines Superintelligenz-Teams, das durch einen 14,3-Milliarden-Dollar-Talentkrieg zusammengestellt wurde. Dazu gehörten unter anderem die Anwerbung von Scale-AI-CEO Alex Wang sowie Gehaltspakete im Wert von Hunderten Millionen Dollar für Ingenieure.
Das Modell ist Metas Versuch, zu den KI-Führern OpenAI und Google aufzuschließen. Nach der Ankündigung stiegen die Meta-Aktien um fast 7 %, da Investoren prüften, ob sich die massiven KI-Investitionen auszahlen werden.
Muse Spark wird zunächst die KI-App und die Website von Meta antreiben, bevor es in den kommenden Wochen die bestehenden Llama-Modelle auf WhatsApp, Instagram, Facebook und den Meta-Smartglasses ersetzen soll. Das Modell gehört zur internen Avocado-Familie – dem ersten in Metas neuer Muse-Serie.
Dieses erste Modell ist von Grund auf klein und schnell, aber dennoch leistungsfähig genug, um komplexe Fragen in Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit zu beantworten. Es ist eine starke Grundlage, und die nächste Generation ist bereits in Arbeit.
Meta — Unternehmensblog
Das Unternehmen entwickelte Muse Spark für den Alltagsgebrauch und nicht für technische Anwendungen. Nutzer können damit beispielsweise Fotos von Snacks am Flughafen machen, um proteinreiche Optionen zu identifizieren, Kalorien von Mahlzeiten anhand von Bildern schätzen oder sich vorstellen, wie Objekte in verschiedenen Umgebungen aussehen würden.
Deutsche Tech-Publikationen betonen Metas strategische Positionierung im Wettbewerb mit Konkurrenten und liefern eine technische Analyse der Modellfähigkeiten. Das Thema wird im Kontext des US-Technologiewettbewerbs eingeordnet, wobei auf die begrenzten Programmierfähigkeiten hingewiesen wird – ein Spiegelbild des deutschen Fokus auf technische Präzision und industrielle Wettbewerbsfähigkeit in der KI-Entwicklung.
Meta führte zudem den „Contemplating“-Modus ein, der mehrere KI-Agenten gleichzeitig laufen lässt, um die Denkfähigkeiten zu verbessern. Diese Funktion soll Muse Spark in die Lage versetzen, mit den erweiterten Denkmodi von Googles Gemini Deep Think und OpenAIs GPT Pro zu konkurrieren.
Im Gegensatz zu Metas bisheriger Open-Source-Strategie mit den Llama-Modellen wird Muse Spark teilweise proprietär bleiben. Das Unternehmen kündigte kürzlich an, bestimmte Code-Komponenten aus Sicherheitsgründen privat zu halten, während andere Teile unter Open-Source-Lizenzen veröffentlicht werden.
Leistungsbenchmarks zeigen, dass Muse Spark Metas vorherige Modelle in Schreib- und Denkaufgaben deutlich übertrifft und fast mit den Spitzenreitern mithalten kann. Allerdings hinkt das Modell bei Programmierfähigkeiten noch hinterher – ein zentrales Schlachtfeld im KI-Wettlauf.
Ich erwarte, dass wir im Laufe des Jahres stetig die Grenzen verschieben werden, während wir neue Modelle veröffentlichen.
Mark Zuckerberg, CEO — Meta
Metas Strategie setzt darauf, seine 3,5 Milliarden Social-Media-Nutzer zu nutzen, um durch Alltags-KI-Anwendungen einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Dieser Ansatz unterscheidet sich von dem der Konkurrenten, die sich vor allem auf den Unternehmens- und Entwicklermarkt konzentrieren. Der Erfolg hängt jedoch von der Akzeptanz durch die Nutzer auf Metas Plattformen ab.