Papst Leo XIV. verurteilte während der Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz in Rom mit Nachdruck die religiöse Rechtfertigung von Kriegshandlungen. Tausende Gläubige waren zu Beginn der Karwoche anwesend. Der erste in den USA geborene Papst nutzte die Gelegenheit, um die Behauptung zurückzuweisen, Gott unterstütze militärische Aktionen. Er betonte, dass göttliche Autorität nicht zur Legitimierung von Gewalt herangezogen werden könne.

Von den Stufen der Petersbasilika aus zog der Papst Parallelen zwischen der friedlichen Herrschaft Jesu Christi und den aktuellen Konflikten. Er hob den Kontrast zwischen der Friedensbotschaft Christi und der Gewalt in mehreren globalen Krisenregionen hervor – insbesondere im Nahen Osten, wo sich die Konflikte in den letzten Monaten verschärft haben.

Brüder und Schwestern, das ist unser Gott: Jesus, der König des Friedens. Ein Gott, der den Krieg ablehnt, den niemand zur Rechtfertigung von Krieg instrumentalisieren kann, der das Gebet derer, die Krieg führen, nicht erhört und es zurückweist mit den Worten: ‚Selbst wenn ihr eure Gebete vervielfacht, ich werde nicht hören: Eure Hände sind voller Blut.‘

Papst Leo XIV. — Euronews

Die päpstliche Botschaft fällt in eine Zeit eskalierender Spannungen im Nahen Osten, wo ein Konflikt mit Beteiligung des Irans seit zwei Monaten andauert. Der Papst hatte bereits mehrfach zu Waffenstillständen aufgerufen und militärische Luftangriffe als willkürliche Angriffe verurteilt, die nach internationalem Recht verboten sein sollten.

Während seiner Ansprache erwähnte Leo XIV. besonders die Christen im Nahen Osten, die aufgrund der anhaltenden Gewalt ihre Ostertraditionen nicht angemessen begehen können. Der Pontifex äußerte besondere Besorgnis über diejenigen, die unter dem von ihm als „grausamen Konflikt“ bezeichneten Geschehen leiden, das religiöse Bräuche in der gesamten Region unterbricht.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht3 perspektiven
Überwiegend Analytisch2 Analytisch1 Kritisch
🇫🇷France
Euronews
Analytisch