Thailand bestätigte am Mittwoch, dass drei Besatzungsmitglieder des thailändischen Frachters Mayuree Naree bei dem iranischen Angriff im Persischen Golf im vergangenen Monat ums Leben kamen. Damit endete eine mehrwöchige Ungewissheit über ihr Schicksal.
Das Schiff wurde am 11. März angegriffen, während es nach dem Auslaufen aus einem Hafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten die strategisch wichtige Wasserstraße durchquerte. Zwanzig thailändische Besatzungsmitglieder wurden von der omanischen Marine gerettet und Mitte März nach Hause gebracht, doch drei weitere galten als vermisst und wurden vermutlich in der beschädigten Maschinenraum eingeschlossen.
Leider haben wir die drei vermissten Besatzungsmitglieder zwar gefunden, aber sie haben den Vorfall nicht überlebt
Sihasak Phuangketkeow, thailändischer Außenminister — Channel NewsAsia
Die iranischen Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung für den Angriff auf die Mayuree Naree sowie ein liberianisches Schiff im März und behaupteten, die Schiffe hätten Warnungen ignoriert. Der Angriff verursachte eine Explosion im Heck und einen Brand im Maschinenraum des thailändischen Frachters.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Iran den Persischen Golf als Reaktion auf US-israelische Angriffe auf iranisches Gebiet Ende Februar effektiv gesperrt hatte. Die Sperrung unterbrach eine entscheidende Arterie für die globale Öllieferung und löste Angriffe auf mehrere Schiffe aus, die die Passage versuchten.
The Hindu berichtet sachlich über den maritimen Vorfall und legt den Fokus auf die humanitäre Dimension sowie die Rettungsaktionen durch Oman. Die Berichterstattung spiegelt Indiens ausgewogene Haltung zu Konflikten im Nahen Osten und das Bestreben wider, wichtige Schifffahrtsrouten für den indischen Handel zu schützen.
Channel NewsAsia ordnet den Vorfall in den größeren Kontext der US-iranischen Spannungen ein und hebt die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die globale Ölversorgung hervor. Die Darstellung reflektiert Singapurs Position als wichtiger Schifffahrtsdrehkreuz, das an der Aufrechterhaltung offener Handelsrouten und regionaler Stabilität interessiert ist.
SCMP berichtet prägnant über die bestätigten Todesfälle und verweist auf den breiteren geopolitischen Kontext. Die Berichterstattung spiegelt Hongkongs kommerzielle Interessen an stabilen Schifffahrtsrouten und eine neutrale Haltung gegenüber den US-iranischen Spannungen wider, die den regionalen Handel beeinträchtigen könnten.
Der Eigentümer des Schiffes berichtete vergangene Woche, dass menschliche Überreste an Bord des Frachters in dem betroffenen Bereich gefunden worden seien, konnte jedoch zunächst keine Identitäten oder die genaue Anzahl der Personen bestätigen.
Neun thailändische Schiffe stecken trotz eines zweiwöchigen Waffenstillstandsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran weiterhin im Persischen Golf fest. Thailands Außenminister Sihasak Phuangketkeow plant, Mitte April nach Oman zu reisen, um mit iranischen Behörden die sichere Passage der verbleibenden Schiffe zu koordinieren.
Der Waffenstillstand ermöglicht die Passage durch die Meerenge in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften, wie der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung haben bereits zwei Schiffe die Wasserstraße durchquert, darunter ein thailändischer Öltanker, der Ende letzten Monats ohne Zahlung von Blockadegebühren passieren konnte.
Der Persische Golf ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Öltransport und bewältigt etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransits. Die vorübergehende Wiedereröffnung hat Reedereien und Energiehändlern Erleichterung verschafft, doch die langfristige Stabilität dieser Regelung bleibt angesichts anhaltender regionaler Spannungen ungewiss.