Paramount Pictures bestätigte, dass Tom Cruise als Pete "Maverick" Mitchell für Top Gun 3 zurückkehren wird. Damit ist der dritte Teil des erfolgreichen Action-Franchises gesichert, das weltweit über 1,5 Milliarden Dollar einspielte.
Die Ankündigung erfolgte während der CinemaCon-Präsentation von Paramount in Las Vegas, wo Studioverantwortliche bekanntgaben, dass auch Produzent Jerry Bruckheimer zum Projekt zurückkehren wird. Regisseur Joseph Kosinski, der 2022 Top Gun: Maverick inszenierte, hat den dritten Film jedoch noch nicht unterzeichnet.
Top Gun: Maverick entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen und einem Kassenschlager, der trotz geschlossener Kinos während der COVID-19-Pandemie weltweit 1,5 Milliarden Dollar bei einem Budget von 170 Millionen Dollar einspielte. Der Film erhielt sechs Oscar-Nominierungen, darunter für den besten Film, und markierte Cruises Rückkehr in die Rolle 36 Jahre nach dem Original von 1986.
Wir haben Tom eine Geschichte vorgestellt, die ihm gefiel. Aber er ist ein sehr gefragter Schauspieler und hat viele Filme in Planung, also müssen wir abwarten.
Jerry Bruckheimer, Produzent — Guardian
Der dritte Film wird unter Paramounts erweiterter Unternehmensstruktur nach der Fusion mit Skydance 2025 und der anstehenden 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. produziert. Diese Konsolidierung hat erheblichen Widerstand in der Branche ausgelöst, mit über 1.000 Film- und Fernsehschaffenden, die einen offenen Brief gegen das Geschäft unterzeichneten.
Euronews betont die umstrittene Natur der Paramount-Warner-Fusion und stellt den offenen Brief der Branche in den Mittelpunkt. Der europäische Sender positioniert sich skeptisch gegenüber der Konsolidierung in der US-Medienbranche und sieht potenzielle Gefahren für die kreative Unabhängigkeit.
The Hindu berichtet vor allem über die Produktionsdetails und den Zeitplan und behandelt die Ankündigung als sachliche Unterhaltungsnachricht. Die indische Perspektive legt den Fokus auf technische und wirtschaftliche Aspekte und zeigt weniger Bedenken gegenüber der Unternehmensfusion.
The Guardian verbindet die Top-Gun-Ankündigung mit der Kritik an der Fusion und spiegelt damit die traditionelle Skepsis britischer Medien gegenüber der Konsolidierung in den USA wider. Der Artikel rahmt die Geschichte im Kontext allgemeiner Bedenken gegenüber Medienmonopolen ein.
Wir sind zutiefst besorgt über Anzeichen der Unterstützung für diese Fusion, die die Interessen einer kleinen Gruppe mächtiger Stakeholder über das Gemeinwohl stellt. Die Integrität, Unabhängigkeit und Vielfalt unserer Branche würden schwerwiegend beeinträchtigt.
Branchenoffener Brief — Euronews
Zu den Unterzeichnenden des Briefes gehören Joaquin Phoenix, Jane Fonda, Bryan Cranston, Javier Bardem, David Fincher, Denis Villeneuve und Emma Thompson. Sie argumentieren, dass Medienkonsolidierung bereits den globalen Einfluss und die kulturelle Bedeutung des amerikanischen Kinos geschwächt habe.
David Ellison, der das fusionierte Unternehmen leiten wird, hat ehrgeizige Pläne vorgestellt: 30 Filme jährlich unter dem Paramount-Warner-Banner. Das Programm umfasst unter anderem Taylor Sheridans Call-of-Duty-Adaption, einen neuen Film von Damien Chazelle mit Cillian Murphy sowie einen Horrorfilm im Longlegs-Universum.
Die Entwicklung von Top Gun 3 läuft seit 2024, wobei Ehren Kruger, Co-Autor von Maverick, vor zwei Jahren mit dem Drehbuch beauftragt wurde. Das Projekt ist eine der ersten großen Produktionen, die aus Paramounts neuer Unternehmensstruktur hervorgehen.
Mit 63 Jahren steht Cruise weiterhin im Mittelpunkt großer Action-Franchises und hat kürzlich den als letzten Teil beworbenen Mission: Impossible-Film abgeschlossen. Sein nächstes Projekt ist Digger, eine satirische schwarze Komödie des Oscar-prämierten Regisseurs Alejandro G. Iñárritu, die im Oktober 2026 erscheinen soll.