US-Vizepräsident JD Vance verließ Pakistan am Sonntag nach marathonenlangen Verhandlungen mit dem Iran, die ohne Friedensabkommen endeten. Damit markiert dies das Ende der ersten direkten hochrangigen Gespräche zwischen den beiden Staaten seit 1979.

Die Gespräche in Islamabad erstreckten sich über 21 Stunden, scheiterten jedoch an Irans Weigerung, Garantien für die Nichtverfolgung der Atomwaffenentwicklung zu geben. Vance erklärte gegenüber Reportern, die iranische Delegation habe die US-Bedingungen trotz seiner Beschreibung als substantielle Diskussionen nicht akzeptiert.

Wir haben sehr klar gemacht, was unsere roten Linien sind, bei welchen Punkten wir bereit sind, Kompromisse einzugehen, und bei welchen nicht

JD Vance, US-Vizepräsident — Dawn

Die Atomfrage erwies sich trotz umfangreicher Diskussionen über Sanktionenlockerungen, eingefrorene iranische Vermögenswerte und regionale Konflikte als unüberwindbar. Vance betonte, dass die USA trotz der Zerstörung iranischer Anreicherungsanlagen durch jüngste Militäraktionen eine langfristige Zusicherung Teherans benötigten, keine Atomwaffen zu entwickeln.

Irans Außenamtssprecher Esmaeil Baqaei bestätigte, dass die Gespräche ohne Einigung beendet wurden, und erklärte, dass zahlreiche Nachrichten und Texte zwischen den Parteien ausgetauscht worden seien. Iranische Offizielle machten dafür die sogenannten unangemessenen Forderungen der USA verantwortlich.

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Analytisch

The Hindu stellt die Geschichte als klares diplomatisches Scheitern dar und betont die technischen Aspekte des Abbruchs sowie Pakistans Vermittlerrolle. Als regionale Macht, die sich um die Nichtverbreitung von Atomwaffen und Stabilität im Nahen Osten sorgt, konzentriert sich die indische Perspektive auf die Verfahrensfragen, ohne Partei in der US-iranischen Auseinandersetzung zu ergreifen.