Bangladesch hat Notfallimpfkampagnen gestartet, nachdem ein vermuteter Masernausbruch innerhalb von drei Wochen mindestens 98 Kinder tötete. Dies markiert den schwersten Anstieg der hochansteckenden Krankheit im Land seit zwei Jahrzehnten.

Am Sonntag veröffentlichte Gesundheitsdaten zeigten, dass 6.476 Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren während des Ausbruchs Masernverdachtssymptome entwickelten. Von den 826 bestätigten Fällen wurden 16 Todesfälle durch Tests verifiziert, doch Gesundheitsexperten weisen darauf hin, dass viele Patienten sterben, bevor diagnostische Tests abgeschlossen werden können.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl der betroffenen Kinder höher, und auch die Zahl der Todesfälle ist gestiegen

Halimur Rashid, Direktor der Abteilung für übertragbare Krankheiten — AFP

Premierminister Tarique Rahman entsandte letzte Woche zwei hochrangige Minister in das 170-Millionen-Einwohner-Land, um den Umfang der Krise zu bewerten und die Bekämpfungsmaßnahmen zu koordinieren. Die Regierung hat 30 der am stärksten betroffenen Gebiete identifiziert und begann gezielte Impfkampagnen, bevor sie auf andere Regionen ausgeweitet werden.

Der Ausbruch stellt eine dramatische Umkehr des bisherigen Masernkontrollerfolgs in Bangladesch dar. Der größte aufgezeichnete Ausbruch ereignete sich 2005 mit 25.934 Verdachtsfällen, doch die Zahlen waren bis zum diesjährigen Anstieg deutlich zurückgegangen.

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Al Jazeera stellt den Ausbruch als gesundheitliche Notlage dar, die internationale Aufmerksamkeit erfordert, und betont systemische Gesundheitsversagen sowie Verbindungen zu regionalen Impfherausforderungen. Die Berichterstattung hebt die menschlichen Kosten hervor und setzt Bangladeschs bisherige Impferfolge in Kontext, was die Rolle Katars als Gesundheitsdiplomatie-Befürworter widerspiegelt.