Die Metropolitan Police in London nahm 212 Menschen bei einer Kundgebung am Trafalgar Square fest, die die pro-palästinensische Gruppe Palestine Action unterstützten. Die Gruppe war von der britischen Regierung unter Antiterrorgesetzen verboten worden.

Die Demonstration am Samstag war die erste große Versammlung seit dem Urteil des Londoner High Court im Februar, das die Einstufung von Palestine Action als terroristische Organisation für rechtswidrig erklärte. Trotz dieses Urteils setzte die Polizei die Verhaftungen fort, weil Unterstützung für eine weiterhin verbotene Organisation gezeigt wurde.

Die Verhaftungen führten zu einem rechtlichen Paradoxon: Während der High Court die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch das Verbot feststellte, hat die Regierung die Genehmigung erhalten, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Dies lässt Palestine Action in einer rechtlichen Grauzone – technisch zwar rechtswidrig verboten, aber weiterhin mit strafrechtlichen Konsequenzen belegt.

"Die Regierung mag in ihrer Rechtsargumentation hin- und herwechseln, aber die Moral dieser Menschen hier ändert sich nicht."

Es ist wirklich wichtig, weiterhin präsent zu sein. Es ist wichtig, dass wir uns alle weiterhin gegen Völkermord stellen... Die Regierung mag in ihrer Rechtsargumentation hin- und herwechseln, aber die Moral dieser Menschen hier ändert sich nicht.

Freya, 28, Managerin einer Umweltorganisation — Al-Monitor

Palestine Action wurde im Juli 2025 verboten, nachdem Mitglieder in eine Luftwaffenbasis der Royal Air Force eingedrungen waren. Die Gruppe wirft der britischen Regierung vor, sich an den von ihr als israelische Kriegsverbrechen in Gaza bezeichneten Handlungen zu beteiligen. Israel bestreitet wiederholt Vorwürfe von Missständen in seinen Militäroperationen.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht4 perspektiven
Einstimmig · Analytisch4 Analytisch
🇮🇱Israel
Times of Israel
Analytisch

Rahmt die Geschichte primär als eine Angelegenheit der Strafverfolgung, die sich auf Verhaftungszahlen und rechtliche Verfahren konzentriert, statt auf die politischen Implikationen. Betont die technischen Aspekte des Verbots und des Gerichtsurteils ohne redaktionelle Kommentare zu den Aktivitäten der Gruppe oder dem breiteren Israel-Palästina-Konflikt.